Stendal l Dort fand die Ehrungsveranstaltung zur Volksstimme-Sportlerwahl für den Kreis statt. Beteiligt an der Wahl waren insgesamt 18 Einzelkandidaten in drei Kategorien sowie 6 Mannschaften. Sie repräsentierten 12 Sportarten (siehe Statistik-Übersicht).

Abstimmung im Netz gewinnt an Bedeutung

Bezüglich der Wahlbeteiligung gibt es einen klaren Trend: Während die Zahl der Stimmen per Volksstimme-Internetauftritt zuletzt, auch 2019, im Bereich von etwa 20.000 Stimmen vorzufinden war, rauschte die Zahl per Coupon förmlich in den Keller. Hier werden die Verantwortlichen Konsequenzen beraten müssen. Wie in jedem Jahr unterstützten die Kreissparkasse Stendal und der hiesige Kreissportbund die Sportredaktion tatkräftig bei der Wahl. Das Geldinstitut sorgte zum Beispiel für die Sach- und Geldwerte bei der Auszeichnungsveranstaltung.

Zusammen mit KSB-Präsidentin Carola Schulz, dem 2. Beigeordneten des Kreises, Sebastian Stoll, sowie der Sportverantwortlichen Stendals, Sylvia Fried, nahm der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Jörg Achereiner, die Sportlerehrung für 2019 vor.

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Mehr Vielfalt als im Vorjahr

Waren alle ersten Plätze 2018 fest in der Hand von Tennisspielern, so gab es im Jahr danach mehr Vielfalt. Es ist festzuhalten, dass diesmal der Kegelsport mit zwei ersten (Richard Mai, Emely Hanke) und einem dritten Rang (Kreisauswahl U 18 weiblich) die Nase deutlich vorn hatte. Hinzu kamen Kampfsport (Nachwuchssportler Franz Wennrich) und Fußball (Mannschaft des Rossauer SV) als Sieger.

Apropos Kegeln, die Erfolge der letzten Jahre betrafen zu einem großen Teil den Nachwuchs des Landkreises Stendal. Der profitierte natürlich einerseites von den großen Erfahrungen der älteren Aktiven in den Vereinen, andererseits aber auch von der von Grund auf erneuerten Bahnenanlage in Kläden. Das fruchtete: Schon 2018 waren junge Aktive aus dem Landkreis sogar bei Deutschen Meisterschaften und Länderkämpfen (gegen Dänemark) erfolg- und siegreich. Nicht anders im Sportjahr 2019.

Angesichts solcher tollen Bilanzen wird der Blick schon mal über den Tellerrand geworfen. Ein Thema bei der Sportlerwahl-Ehrung am Keglertisch war Dreibahnen Kegeln, bestehend aus den Disziplinen Bohle, Schere und Asphalt. Auch in puncto Vielfalt punktete der Landkreis im Vorjahr.

Grempler als Ehrengast vor Ort

Seit vier Jahren werden Ehrengäste zur Volksstimme-Sportlerehrung eingeladen. Nach Thomas Barthel, Oliver Beck und Uwe Bliefert war es dieses Mal Dirk Grempler vom TuS Schwarz-Weiß Bismark. Per Interview wurde deutlich, dass der Sport, in seinem Fall Fußball, ein großer und bestimmender Faktor seines Lebens war und ist. Der gebürtige Harzer (Qedlinburg) spielte über vier Jahre für den FCM, danach für Lok Stendal.

Konsequenter Weise folgte eine Trainer-Karriere, am längsten mit Bismark, seit 1996 auch Wohnort der Familie Grempler. TuS ist seit 15 Jahren fest in der Landesliga etabliert - ein ganz toller Erfolg. Grempler ist auch Vereinsvorstandsmitglied. Er gab den Gästen der Veranstaltung etwas mit: „Sport im Ehrenamt erfordert viel Engagement und bedeutet nicht nur Spaß. In erster Linie aber sind es viele positive und unvergessliche Erlebnisse im Verein, die ehrenamtliche Arbeit lohnenswert machten.“