Wanzleben l  Für die jüngsten Judoka war das der offizielle Wettkampfhöhepunkt. Vom BSV Wanzleben gingen insgesamt 13 Kämpfer an den Start. Für die junge Celine Nestler war es eine besondere Veranstaltung, denn sie war zum ersten Mal bei einer Landeseinzelmeisterschaft dabei. Ihre geringe Wettkampferfahrung war zunächst aber kaum sichtbar. Bei ihren Auftritten zeigte sie viele gute Ansätze, fiel dann aber auf einen Konterangriff von Laura Jahn aus Ilsenburg herein und landete am Ende auf Platz zwei. Auch Mira Brand verfügt derzeit noch über keine große Kampferfahrung und musste sich mit Rang fünf zufrieden geben.

Maxi Kahlmann erwischte stattdessen keinen guten Tag. Sie gab sich zwar große Mühe, verlor ihre Kämpfe aber dennoch. Oftmals fehlte nur eine Kleinigkeit, doch die machte den Unterschied. Somit stand zum Schluss nur der fünfte Platz. Bei Lena Hartmann sah die Situation dagegen vollkommen anders aus. Die aktuelle Bezirksmeisterin ging als große Favoritin in den Wettkampf. Ihre Gegnerinnen forderten von ihr alles ab, doch mit ihrer guten Technik wusste sie sich zu wehren. Zudem besaß Hartmann ein großes Durchhaltevermögen. Dennoch musste sie sich im Kampf gegen Alma Högg aus Ilsenburg knapp geschlagen geben. Da aber Högg ebenfalls einige Kämpfe verlor, konnte Hartmann in der Abrechnung die meisten Punkte vorweisen und holte somit die Goldmedaille.

Im Wettkampf der Jungen ging Felix Madel an den Start. Er zeigte zwar einige gute Aktionen, doch die Konkurrenz war stets stärker. Daher schied er schon in der Qualifikation aus und wurde nur Fünfter. Nicht viel besser erging es Justin Riethausen und Denis Rangno. Beide kamen kaum zurecht und wirkten auch sehr aufgeregt. Letztendlich musste sie sich ihren starken Gegnern geschlagen geben, am Ende stand jeweils Platz fünf.

Unaufmerksamkeit führt zum Konter

Für Felix Kausch war die Veranstaltung sicherlich sehr lehrreich. Zu Beginn hatte er in den Qualifikationskämpfen einen schweren Stand, doch in der Hoffnungsrunde konnte er einige Punkte sammeln. Damit reichte es zum dritten Platz. Favorit in seiner Gewichtsklasse war ohne Zweifel Louis Reichel, der als aktueller Bezirksmeister antrat. Und zunächst sah es auch richtig gut aus: Auf dem Weg ins Finale zeigte er souveräne Auftritte und auch dann war er der bestimmende Kämpfer. Jedoch führte eine kurze Unaufmerksamkeit zu einem Konter des Gegners Malin Glaube aus Halle. Diese Aktion war entscheidend, sodass es nur Zweiter wurde.

Paul Pieper, ebenfalls aktueller Bezirksmeister und mit großen Erwartungen am Start, zeigte bis zum Finale souveräne Kämpfe. Danach musste er sich aber Hubert Leon aus Köthen geschlagen geben. Der Endkampf ging durch einen Überraschungsangriff des Gegners verloren. Somit stand auch hier Platz zwei zu Buche. Armin Hoffmeister hatte bis zehn Sekunden vor dem Ende den Landesmeistertitel fast schon sicher. Doch dann stolperte er und so erlangte Gegner Johan Habecker den Sieg. Allerdings gab es für den BSV Wanzleben doch noch einen Grund zur Freude. Leonard Piliptsev setzte sich jeweils knapp aber verdient durch und holte den Titel.