Blankenburg (fbo) l Nicht über ein 1:1 (0:0)-Unentschieden ist der Blankenburger FV gegen Aufsteiger SV Hötensleben hinaus gekommen.

BFV-Trainer Matthias Fieberling zollte dem starken Auftritt der Gäste Respekt und Anerkennung: "Das war defintiv einer der stärksten Gegner, der hier in Blankenburg gespielt hat, das erkennen wir neidlos an."

Seine Mannschaft tat sich insgesamt recht schwer, was wohl sicher auch dem hohen Pensum geschuldet ist, das die Blütenstädter derzeit gehen. "Es war das vierte Spiel in 14 Tagen", beschrieb Fieberling die fehlende Frische, "das hat man am Samstag gemerkt".

Die ersten Chancen gehörten dennoch dem BFV. Drei, vier gute Aktionen hätten die Gastgeber durchaus in Führung bringen können. Den Flachschuss von Sebastian Lehmann aus 25 Metern kratzte SVH-Keeper Stefan Ringling gerade so raus (3.). Bei nassem Boden war dies nicht so einfach. Bei Lehmanns Kopfball nach einer BFV-Ecke rettete ein Hötensleber auf der Linie. "Das sah nach Hand aus", blickte Fieberling zurück, Elfmeter gab es jedoch nicht. Marcel Schröders Solo auf der rechten Seite blockte Torwart Ringling in der kurzen Ecke ab. Nach dieser Hochphase der Blütenstädter übernahm der Gast das Zepter. Torwart Daniel Robinson wehrte eine klare Torchance des SVH aus rund sieben Metern ab.

Nach dem Seitenwechsel gaben sowohl die Hötensleber als auch die Blankenburger mehr Gas. Lohn für die Gastgeber - das 1:0. Marcel Schreiber nahm nur drei Minuten nach Wiederanpfiff im Strafraum den Ball an und verwertete diesen im 1-1 mit dem Torwart.

Die Gäste aus dem Bördekreis erhöhten den Druck, kamen folgerichtig und verdient zum Ausgleich. Der Schuss von Hötenslebens Torjäger Ricardo Winkler aus rund 20 Meter Torentfernung wurde unhaltbar für Robinson abgefälscht (64.). In dieser Phase ließen sich die Blankenburger zu weit in die eigene Hälfte drängen, hatten erkennbare Probleme mit der Zuordnung und verloren so die Kontrolle. "Da hat man schon das Fehlen eines Marcus Schwarzenberg (Gelb-Sperre/d. Red.) oder Björn Friedrich gespürt (berufsbedingt/d. Red.)", analysierte Fieberling später.

Aber der BFV bäumte sich in den verbleibenden 15 Minuten auf. Marcel Schröder marschierte mehrfach auf der Außenbahn, ohne zählbaren Erfolg. Dass ein Handspiel nach einer Hereingabe und das Handspiel von SVH-Torwart Ringling außerhalb des Strafraums später völlig unberücksichtigt blieben, wunderte die BFV-Bank doch sehr.

Die Aufgaben für den Blankenburger FV werden ab jetzt intensiver, denn gleich drei Auswärtsspiele in Folge warten auf den Tabellenzweiten.

BFV: Robinson - Zablinski, Mzyk, Neudek, Schröder (85. Paul), Lehmann, Neuhaus, Leventyüz, Bartl, Schreiber (62. Zobel), Neumann (21. Wegert);

Torfolge: 1:0 Marcel Schreiber (48.), 1:1 Ricardo Winkler (64.); Schiedsrichter: Nick Kahlert (Schlanstedt); Zuschauer: 56.