Wernigerode l Für die Bundesliga-Herren der Red Devils vom Wernigeröder SV Rot-Weiß hat es letztes Wochenende gegen den amtierenden Deutschen Meister und den Serienmeister eine kalte Dusche gegeben. Trotz kämpferischer Einstellung mussten die Harzer Floorballer zwei deutliche Niederlagen einstecken.

Mit dem MFBC Leipzig und UHC Weißenfels stand für die Devils ein „Hammerprogramm“ auf dem Spielplan. Bereits im Vorfeld war klar, dass dieses Doppelspiel-Wochenende eine ganz harte Aufgabe für das junge Wernigeröder Team um Trainer Ralf Lisiecki wird. Erschwerend kam noch hinzu, dass mit Thomas Bothe, Paul Sundt, Sebastian Mennigke und Cedric Drzynski wegen Verletzungen oder Krankheit nicht zur Verfügung standen.

Debakel gegen MFBC Leipzig

Mit einem schmalen Kader von 14 Spielern ging es zunächst am Sonnabend vor heimischer Kulisse gegen den MFBC Leipzig. Im ersten Abschnitt konnten die Devils noch gut dagegen halten und kassierten lediglich zwei Gegentreffer. Im Mitteldrittel erzielte zwar Antti Koistinen für die Harzer das zwischenzeitliche 1:5, doch es klingelte auch fünfmal im eigenen Kasten. Beim Stand von 1:7 ging es in den letzten Spielabschnitt. Hier erhöhte Leipzig nochmals das Spieltempo und schraubte das Ergebnis schließlich auf 1:13 in die Höhe.

Kampf wird in Weißenfels nicht belohnt

Im Sonntagspiel musste das Team von Devils-Coach Ralf Lisiecki beim UHC Sparkasse Weißenfels ran. Nach einem 5:0-Rückstand nach einer Vierteltunde verkürzten Benedikt Stubbe und Marvin Selzer im Verlauf des ersten Durchgang auf 5:2. Das zweite Drittel konnten die Red Devils dank einer energischen und kämpferischen Leistung mit 3:2 für sich entscheiden, sodass zu Beginn des Schlussabschnitts ein respektables 7:5 auf der Anzeigetafel prangte. Die Tore in diesem Abschnitt erzielten Steven Kastner, der einen Penalty eiskalt verwandelte, sowie Vojta Krupićka und Benedikt Stubbe.

Im letzten Drittel erhöhte Weißenfels noch einmal den Druck und schnürte die Devils regelrecht vor deren Tor ein. Nach zwei Dritteln des hohen Tempos ließen bei den Wernigerödern zunehmend Kraft und Konzentration nach, was der Serienmeister gnadenlos bestrafte. Sechs weitere Male schlug der Ball im Gehäuse von Devils-Torhüter Florian Stroinski ein, so dass das Ergebnis (13:5) am Ende deutlicher ausfiel, als es das Spiel eigentlich aussagt.

„Unsere Jungs haben gekämpft und alles gegeben, doch Weißenfels ist einfach clever genug, um den Ball und damit den Gegner laufen zu lassen. Wir müssen unsere Chance auf die ersten Punkte in den kommenden Spielen suchen, wo hoffentlich dann ein Großteil der Ausfälle wieder an Bord ist“, so Trainer Ralf Lisiecki.

Statistik

Red Devils Wernigerode: Stroinski, Brandt - Krupicka, Charlet, Koistinen, L. Kastner, Tropschug, Kovalenko, Stubbe, Selzer, Zilling, Hellmund, S. Kastner.