Wenigerode l Die Red Devils Wernigerode verpassten damit am Ende die Playoff-Teilnahme nur denkbar knapp. Grund für die doch sehr überraschende Endplatzierung war eine starke Rückrunde.

Erfolg gegen den Meister

Nach dem Jahreswechsel bezwang die Mannschaft um das Trainergespann Linus Nilsson und Philip Andersson zunächst den amtierenden Deutschen Meister vom UHC Sparkasse Weißenfels mit 7:5 und ließ danach weitere Siege gegen Bonn und Dümpten folgen. Am Ende hatten die Harzer Floorballerinnen neun Punkte auf der Habenseite und sind damit punktlgeich mit dem Viertplatzierten ETV Lady Piranhhas Hamburg, gegen die zuletzt eine unglückliche 5:6-Niederlage zu Buche stand.

Zwar hatten die „Teufelinnen“ am 8. März im Auswärtsspiel beim MFBC Leipzig/Grimma noch die Chance, mit einem Punktgewinn doch den Playoff-Traum wahr zumachen, doch die Wernigeröderinnen unterlagen gegen den amtierenden Pokalsieger mit 4:7. „Es war ein sehr schweres Spiel für unsere Damen in Leipzig. Wir mussten mindestens einen Punkt holen, waren also ein wenig unter Druck. Trotz der richtigen Einstellung und der nötigen Motivation ist es uns am Ende nicht gelungen, unsere eigenen hohen Erwartungen zu erfüllen“, erklärt Trainer Linus Nilsson.

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Bundesliga-Tauglichkeit bewiesen

„In den ersten beiden Dritteln haben wir nicht die Leistung abrufen können, wie zuletzt gegen Bonn und Dümpten. Leipzig war spielerisch besser und letztlich auch das routiniertere Team. Dennoch haben unsere Damen alles gegeben und mit großem Einsatz und jeder Menge Teamgeist alles versucht. Im Gegensatz zum Hinspiel, wo wir klar mit 3:13 verloren haben, konnte sich die Mannschaft enorm steigern. Zusammenfassend müssen wir als Trainerteam sagen, dass unser junges talentiertes Damenteam eine starke Saison gespielt und vor allem auch mit den Erfolgen in der Rückrunde gezeigt hat, dass sie definitiv in die Bundesliga gehören. Wir sind sehr stolz auf die Mannschaft“, sagt Linus Nilsson.

Die Begegnung gegen den MFBC Leipzig/Grimma präsentierte sich im ersten Drittel sehr ausgeglichen. Die Wernigeröderinnen mussten lediglich ein Gegentor hinnehmen. Im zweiten Durchgang spielten die favorisierten Gastgeberinnen ihre Erfahrung aus und zogen durch fünf weitere Tore auf 6:0 davon. Lediglich der Treffer von Luisa Diesener knapp drei Minuten vor Ende des zweiten Drittels war ein wenig Balsam für die Seele.

Nach dem 7:1 knapp fünf Minuten nach Wiederanpfiff riskierten die Red Devils alles. Mit der frühen Herausnahme der Torhüterin für eine sechste Feldspielerin erhöhte das Trainergespann noch einmal den Druck auf den Gegner – mit Erfolg. Dank eines Doppelschlags binnen 73 Sekunden verkürzten Julia Diesener und Luisa Diesener auf 7:3. Kurz vor Schluss traf Marie Suske noch zum 7:4, doch dies stellte nur noch Ergebniskosmetik dar.

Die Floorball-Damen der Red Devils beenden die Premiere-Saison in der höchsten deutschen Spielklasse vor dem SSF Dragons Bonn auf Platz fünf und das mit guten neun Punkten. Knapp an den Playoffs vorbeigeschrammt sind am Ende nicht nur das Trainerteam und die Damen selbst, sondern auch die Vereinsführung sehr stolz auf das Abschneiden in der 1. Floorball-Bundesliga.

Vereinsmanager ist zufrieden

„Unsere Damen haben den mutigen Schritt in die höchste deutsche Spielklasse gewagt und wurden dafür belohnt. Das schwedische Trainergespann um Linus Nilsson und Philip Andersson hat die gesamte Mannschaft enorm weitergebracht und vor allem spielerisch, physisch und taktisch weiterentwickelt. Natürlich waren die ersten Spiele schwer und unsere Damen mussten auch jede Menge Lehrgeld bezahlen. Aber letztlich haben sie sich den Erfolg und den fünften Platz hart erarbeitet“, erklärt Vereinsmanager Mario Vordank.

„Die Siege gegen die favorisierten Teams aus Weißenfels, Bonn und Dümpten sprechen für sich und eine phantastische Entwicklung. Unsere Damen haben insbesondere aus diesen Spielen jede Menge Motivation und Selbstvertrauen mitgenommen, was für die weitere sportliche Zukunft enorm wichtig ist. Neun Punkte und Platz fünf sind ein toller Erfolg für das junge Team in der ersten Saison. Auch wenn es fast zur Playoff-Teilnahme gereicht hätte, käme dieser Schritt vielleicht noch ein bisschen zu früh“, meint Vordank.

Vorfreude auf die neue Saison

„Die Damen bleiben in ihrer Besetzung zusammen und wollen auch in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga angreifen. Der Verein wird die Damenmannschaft auf diesem Weg im Rahmen seiner Möglichkeiten bestmöglich unterstützen und somit die Entwicklung des Mädchen- und Damen-Floorball in Wernigerode und im Harz weiter vorantreiben“, blickt der Vereinsmanager voraus.