Blankenburg l Was sich seit Wochen angekündigt hat, nimmt nun sehr konkrete Formen an: Spitzenreiter Blankenburger FV steht nach dem 2:0-Erfolg gegen den SV Langenstein kurz vor seinem Meisterstück in der Landesklasse.

Aufstieg nie erwähnt

Wenn sogar der als demütig und zurückhaltend bekannte Trainer André Dzial das Wort „Meisterschaft“ in den Mund nimmt, dann muss schon viel passieren. Vor dem Anpfiff des Harzer Derbys gegen den SV Langenstein war es tatsächlich soweit, André Dzial gab seiner Elf mit auf den Weg: „Ich will aufsteigen!“ Zuvor hatte er das „böse“ Wort vom Aufstieg nie erwähnt.

Was seit vielen Wochen nicht nur unterschwellig durch die Köpfe seiner Spieler irrte, wurde nun also beim Namen genannt, um den Sack nach einer top Saison nun auch schnellstmöglich zuzumachen. Die Grundlage legte die Mannschaft im heimischen Sportforum, nach Monaten erstmals wieder auf dem Rasenplatz.

Unentschieden zur Pause

Die erste Halbzeit war zumeist ausgeglichen, wenngleich der Blankenburger FV versuchte, den gepflegteren Ball zu spielen. Langenstein versuchte es auch mal mit „weit und lang“. Dass diese Marschroute schwer zu verteidigen ist, zeigte ein Wegener-Freistoß, der am Pfosten landete. Den Nachschuss klärte Max Krumnow auf der Linie. Der BFV hatte durch Krumnow aus fünf Metern und Maik Effler per Kopfball – Daniel Robinson parierte sehr gut – selbst top Möglichkeiten. Das Remis zur Pause entsprach dem Spielverlauf.

„Macht genau so weiter, die Chancen kommen dann, glaubt an Euch“, waren Dzials Worte in der Pause. Blankenburg spielte dann auch, im Gegensatz zur Partie in Ummendorf, Fußball. Kurz nach dem Seitenwechsel bediente Sebastian Fabich seinen Sturmkollegen Effler, der aus etwa 25 Metern unter Bedrängnis cool blieb und zum 1:0 traf. Nur vier Minuten später erhöhte Krumnow mit einem überragenden Geschoss aus 20 Metern in den Winkel. BFV-Kapitän Christoph Pinta nach dem Spiel: „Wichtig war, dass wir mal wieder zu Null gespielt haben.“

Bereits am Mai-Feiertag kann der Blankenburger FV alles klar machen. Gewinnt das Team beim Oscherslebener SC (14 Uhr), wäre es uneinholbar und Staffelsieger.