Wolmirstedt l Mit den Aschersleben Tigers, den USV Halle Rhinos, den BSW Sixers und den SBB Baskets Wolmirstedt treffen die besten vier männlichen Teams in Sachsen-Anhalt, hinter dem Bundesligisten Mitteldeutscher Basketball Club, aufeinander. Mit der seit dieser Saison erstmals in diesem Format ausgetragenen Pokalveranstaltung möchten die Verantwortlichen des Basketball-Verbandes Sachsen-Anhalt e.V. für noch mehr Spannung und Dichte innerhalb dieses Wettbewerbes sorgen.

Neuerung im Final Four Modus

In den vergangenen Jahren fanden die Halbfinals und das Finale zwar bereits in Form des Final Fours statt, allerdings mussten sich die teilnehmenden Mannschaften bislang in mehreren Spielrunden für das Endturnier qualifizieren. Seit dieser Saison bestreiten die vier Regionalligisten das Final Four untereinander und ermitteln so den Pokalsieger.

Das erste Halbfinale bestreiten die Gastgeber gegen die Aschersleben Tigers um 14 Uhr. 16 Uhr kämpfen die USV Halle Rhinos gegen die BSW Sixers um den Einzug ins Finale, das um 19 Uhr beginnt. Alle Begegnungen werden in der „Halle der Freundschaft“ in Wolmirstedt ausgetragen. Neben Basketball gibt es den ganzen Tag über abwechslungsreiche Unterhaltung und Verpflegung.

Baskets Wolmirstedt im Portrait

Die SBB Baskets Wolmirstedt spielen aktuell in der zweiten Regionalliga und befinden sich derzeit auf Aufstiegskurs in Richtung 1. Regionalliga. Mit 16 Siegen aus 16 Spielen thront das Team aus der Börde auf Platz eins der 2. Regionalliga Ost und somit auf dem Tabellenplatz, welcher am Ende auch zum Aufstieg berechtigen würde. Vor der Saison verstärkte sich der Verein mit Erst- und Zweitligaerfahrenen Akteuren, um das Projekt Aufstieg in Angriff zu nehmen.

Mit Nico Adamczak (18,6 Punkte pro Spiel), Acha Njei (17,3), Damon Smith (12,6), Steven Monse (10,7) und Femi Oladipo (10,6) stehen Trainer Michael Opitz insgesamt fünf Akteure zur Verfügung, welche im Schnitt zweitstellig punkten. Der andere Teil des Wolmirstedter Kaders besteht aus jungen deutschen und lokalen Spielern wie zum Beispiel Torsten Ramme und Linus Wascher. Trainer ist Michael Opitz, welcher bereits den Konkurrenten aus Aschersleben und den BBC Magdeburg in der 1. Regionalliga trainierte.

Aschersleben Tigers im Portrait

Die Aschersleben Tigers haben bis dato eine alles andere als leichte Saison hinter sich. Neben dem kurzfristigen Verlust zweier Leistungsträger kurz vor Saisonbeginn musste das Team aus dem Salzlandkreis eine Menge Verletzungen im Kader verkraften. Aber wie schon in den letzten zwei Jahren hat es Trainer Christian Schäfer geschafft, aus vielen Individualisten eine echte Einheit zu formen. Mit zwölf Siegen bei fünf Niederlagen aus 17 Spielen stehen die Tigers aktuell auf Tabellenplatz drei.

Im Laufe der Hinrunde verließ der US-Amerikaner Tyiare Ponzo-Meek den Club. Als Ersatz konnten die Einestädter Mason Biddle verpflichten. Anführer, Kapitän und Identifikationsfigur des Teams ist Power-Forward Sebastian Harke, welcher im Schnitt für gut 15,2 Punkte sorgt. Mit Robert Kujundic (17,2), Dino Erceg (15,7), Boyan Tenev (11,5) und Vesa Heinonen (10,9) stehen ihm gleich vier weitere Akteure zur Seite, welche für die notwendige Entlastung des Lokalmatadors sorgen.

Trainer des Teams ist Christian Schäfer, welcher vor seinem Engagement in Aschersleben auch schon die Bodfeld Baskets Oberharz trainierte.

Halle Rhions im Portrait

Die USV Halle Rhinos sind mit Sicherheit das absolute Überraschungsteam dieser Saison. In der vergangenen Spielzeit stand für die Nashörner nach Abschluss der Saison eigentlich der Gang in die Oberliga an.

Durch den Verzicht zweier Teams erhielten die Hallenser allerdings eine Wildcard und können somit auch in dieser Saison am Spielbetrieb der 2. Regionalliga Ost teilnehmen. Nach 17 Spielen in denen man 13 Siege sammeln konnte und nur vier Niederlagen kassierte stehen die Saalestädter aktuell auf Platz drei der 2. Regionalliga und gehören somit zum Verfolgertrio der SBB Baskets in der 2. Regionalliga Ost.

Mit den Rückkehrern Jörg Soyk, Georg Dölle und Robert Dölle konnten sich die Rhinos entscheidend verstärken. Das Trio sorgt im Durchschnitt insgesamt für 45,8 Punkte pro Partie. Davon erzielt Soyk 17,5 Punkte im Schnitt, Georg Dölle 14,8 Zähler im Schnitt und Robert Dölle 13,5 Punkte pro Spiel. Mit dem Youngster Niklas Radestock (12,1 pro Partie) wird die Riege der Leistungsträger im Team der USV’ler komplettiert.

Trainer der Rhinos ist Philipp Streblow. Der Hallenser betreute als Assistenztrainer unter anderem bereits das NBBL-Team des Mitteldeutschen Basketball Clubs.

Portrait des Titelverteidigers

Die BSW Sixers sind nicht nur der Titelverteidiger des BVSA-Landespokals sondern auch Tabellenführer der 1. Regionalliga Nord. Bis zum vergangenen Wochenende war das Team von Trainer Tomas Grepl noch ungeschlagen und ergatterte in 16 Spielen ebenso 16 Siege. Nach der knappen Niederlage gegen den VfL Stade ist die Weste der Sandersdorfer nicht mehr ganz weiß.

Der Star des Teams ist mit Sicherheit der vor der Saison neu verpflichtete Kroate Luka Petrovic. Mit 14,1 Punkten pro Partie ist er nicht nur ein wichtiger Scorer im Team von Tomas Grepl, sondern als Point Guard auch der Denker und Lenker im Spiel. Neben Petkovic sind aber auch der Litauer Eimantas Stankevicius (17,2), der US-Amerikaner Terrence Williams (16,0) und Doppellizenzspieler Benedikt Turudic (13,9) zuverlässige und wichtige Säulen im Team.

Die Sixers haben aber neben ihren Leistungsträgern auch eine Menge junger, talentierter Spieler im Gepäck. Trainer des Teams ist der Tscheche Tomas Grepl, welcher gleichzeitig als Nachwuchskoordinator des Mitteldeutschen Basketball Clubs arbeitet.