Das letzte Heimspiel der Hinrunde in der Fußball-Kreisliga gewann die SG Dobritz/Garitz gegen Klieken II mit 2:1 (1:1). Es wurde somit ein versöhnlicher Abschluss einer eher verkorksten Herbstserie erreicht.

Garitz l Mit dem Sieg hat sich die SG für die am Abend stattgefundene Weihnachtsfeier eine gute Ausgangsposition geschaffen. Mit Platz sieben und 24 Punkten wurde die Zielstellung, 30 Zähler und Platz vier, klar verfehlt. Trotzdem ist für die Rückrunde noch alles möglich, wenn die Elf zu alten Tugenden zurückfindet, wie es die letzten drei Spiele gezeigt haben.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Der Anstoß der Kliekener wurde bereits im Mittelfeld abgefangen. Alexander Sens erkannte die Situation am schnellsten und brachte Robert Heilig mit einem weiten Flugball in günstige Position. In noch nicht einmal 30 Sekunden nahm er die Gelegenheit wahr und ließ dem Torhüter mit einem platzierten Flachschuss keine Abwehrmöglichkeit.

Wie der Spielverlauf es zeigte, war dies seine einzige überzeugende Vorstellung. Was Heilig dann alles an klaren Torchancen versiebte, ging überhaupt nicht. Schon in den ersten zehn Minuten hätte es mindestens 2:0 stehen müssen. Stattdessen kassierte die SG in der 12. Minute nach einem Eckball den Ausgleichstreffer. Torhüter Steffen Hinz unterschätzte die von Thomas Dorn auf das kurze Eck gezogene hohe Eingabe. Statt mit den Fäusten abzuwehren, wollte er ihn fangen, dabei rutschte der Ball über die Fingerspitzen zum 1:1 ins Tor.

Es war vermeidbar, aber es gab keine Vorwürfe, denn solche Dinge passieren einfach. Im Verlauf des Spiels war Hinz sehr konzentriert. Seine Vorderleute ließen auch kaum etwas durch. Was Siegfried Findeklee und Sebastian Reich nicht aufhalten konnten, räumten Sens und Kevin Tinaglia ab. Beide schalteten sich sehr oft in das Offensivgeschehen ein und schufen somit ein Übergewicht im Angriffsspiel, was die Spitzen nicht nutzen konnten.

Da Steffen Both fehlte, übernahm Torsten Els seine Position, wurde aber für seinen Einsatz nicht belohnt, da er mehrmals zu überhastet reagierte. Trotzdem gebührt ihm Lob und Anerkennung, denn nicht jeder kommt nach absolvierter Nachtschicht zum Spiel.

In der Halbzeitpause schwor die Heimelf sich noch einmal ein, was auch gleich mit dem ersten Angriff hätte erfolgreich sein können, wenn Heilig nicht die falschen Schuss-Stiefel angehabt hätte. Es war nicht sein Tag. Aber auch Kettmann stand etwas neben sich, als er sich, frei durchlaufend, den Ball zu weit vorlegte.

Kees de Vries setzte aussichtsreich den Ball mit dem Kopf über den Kasten, Tobias Lehnert verzog aussichtsreich und Steve Schmidt ackerte und rackerte recht unglücklich. Auch der eingewechselte Kay Borgsdorf hatte seinen unglücklichen Auftritt. Statt den Ball zu schnippeln, versuchte er ihn im Gewühl mit der Hacke einzulegen, was misslang. So hatte fast jeder seinen unglücklichen Auftritt.

In der 88. Minute folgten dann gleich zwei Fouls an zwei SG-Spielern im Strafraum. Schiedsrichter Andreas Zepter blieb keine andere Möglichkeit, als auf Strafstoß zu entscheiden. Nach den vielen vorangegangenen Fehlschüssen lag die Gefahr nahe, dass auch diese Chance liegen gelassen wird. Nach einer kurzen Verständigung der Spieler untereinander übernahm Tinaglia Verantwortung. Er enttäuschte nicht und verwandelte sicher zum 2:1-Siegtreffer.

Danach gab es noch drei hundertprozentige Chancen. Es war schwieriger, den Ball nicht im Tor unterzubringen. So blieb es bei diesem knappen, aber jederzeit verdienten Sieg. Ein versöhnlicher Abschluss der Hinrunde.

Dobritz/Garitz: Steffen Hinz - Finde- klee, Tinaglia, Sens, Reich, Lehnert, de Vries, Schmidt, Els (68. Borgsdorf), Heilig.