Lindau l Die Trainer der Spielgemeinschaft Garitz/Lindau wollten vor den Weihnachtsferien und dem Jahreswechsel die Möglichkeit in Anspruch nehmen, mit ihren Fußball-Kindern noch einmal zu trainieren und sie noch einmal zu sehen. Am Samstag bot sich die Gelegenheit dazu.

Vor dem harten Lockdown, den die Regierung am Sonntag beschlossen hat, bestand nach der 3. Verordnung zur Änderung der 8. SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung vom November noch die Möglichkeit, mit Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren in Kleingruppen zu trainieren. Mit Florian Aderholz, Tobias Fricke und Hansi Hofmann standen drei Trainer zur Verfügung, so dass noch einmal ein Abschlusstraining vor dem Jahreswechsel ermöglichst wurde.

Kinder vermissen Trainingseinheiten

Auf dem Sportplatz in Lindau bietet sich sehr viel Platz. Den Kindern war es anzumerken, dass sie ihren Sport vermisst hatten und froh waren, sich endlich mal wieder austoben zu können.

Bilder

„Wir führen eine kleine Olympiade durch. Zum Aufwärmen macht jede Gruppe kleine Spiele. Dann wird jede Gruppe weitere Übungen absolvieren“, erklärte Florian Aderholz. „Bei der Passübung werden die Versuche gezählt, die jeder braucht. Beim Dribbling wird die Zeit gestoppt, wie schnell jeder ist und beim Torschuss werden wir die Punkte der Treffer zählen“, fügte er an.

Eine Siegerehrung konnte es aber nicht geben. „Da der Platz nur für das Training zur Verfügung steht und wir nur im Modus 4+1 trainieren dürfen, ist das nicht möglich“, fügte Tobias Fricke an.

Hoffnung auf Besserung

Dass dies der Jahresabschluss ist, finden die Trainer „traurig“. „Es ist natürlich sehr schade, aber leider ist mehr nicht möglich. Die Kinder hatten sich trotzdem sehr darauf gefreut, wenigstens noch einmal Training zu haben“, sagte Florian Aderholz.

Beide Trainer hoffen, dass sie zeitnah, wenn möglich im Januar 2021, wieder mit den Kindern regelmäßig trainieren können. „Der Plan des Fußballverbandes war ja, Mitte Januar schon wieder mit der Saison zu beginnen. Es ist die Frage, wie lange der Lockdown noch geht. Es wäre schon schön, einen Zeitplan erstellen zu können. Diese Sicherheit, sagen zu können, ab da geht es los und nicht nur vielleicht, so dass man planen kann, wäre wichtig“, findet Tobias Fricke.

Er und Florian Aderholz sind selbst Fußballer bei den Kreisoberligisten VfL Gehrden bzw. bei der SG Dobritz/Garitz.

Challenge während der Wettkampfpause

„Wir müssen abwarten, was erlaubt wird und wie wir das individuell umsetzen können. Wir in Gehrden haben jetzt von unserem Trainer eine kleine Challenge bekommen, die jeder individuell machen muss. Die verschiedenen Übungen werden dann ausgewertet. Dies ist sozusagen auch unser Jahresabschluss“, berichtete Tobias Fricke. Der 26-Jährige wünscht sich dennoch: „Es wäre schön, wenn wir zeitnah wieder spielen könnten, auch um die verlorene Zeit nachzuholen.“

Dass eventuell nur noch eine Hinrunde gespielt werden soll, findet Tobi Fricke „sinnvoll“. „Wir sind alle keine Profis und wir haben nicht die Zeit, dreimal pro Woche ein Spiel zu machen. Und wir bräuchten auch eine gewisse Vorbereitungszeit, ehe wir wieder Punktspiele bestreiten können.“

„Ich denke, dass es bei den Männern nichts mehr wird, die komplette Saison zu spielen. Bei den Kindern ist es etwas anderes, da es da weniger Mannschaften sind. Da wäre es vielleicht noch möglich, die komplette Saison zu spielen. Aber allein mit der Vorbereitungszeit und mit der Tatsache, dass im Winter manche Plätze nicht bespielbar sind, denke ich nicht, dass im Männerbereich noch eine komplette Saison zu Stande kommt“, denkt Florian Aderholz.

Der 22-Jährige hofft, „dass es mit dem Trainingsbetrieb im neuen Jahr relativ flott weitergeht, für die Herren, aber vor allem für die Kinder. Ich denke auch, das wird schon funktionieren. Wir Erwachsene können damit halbwegs leben. Für die Kinder ist es etwas anderes. Der Sport ist charakterbildend und für sie ist das Training und der Spielbetrieb wichtiger als für uns.“

„Ich wünsche mir, dass klar gesagt wird, was ab wann wieder gemacht werden darf“, fügte Tobias Fricke an.