Zerbst l Die Stendaler starteten rasant. Gleich der erste Angriff war brandgefährlich. Aber TSV-Torhüter Ricardo Werner war auf der Hut und verkürzte geschickt den Winkel. Auch bei den vier Ecken in Folge war Werner nicht zu überwinden.

Die Zerbster starteten ihrerseits auch sehr gute Angriffe. Moritz Specht traf nach Doppelpass mit Pascal Lude den Ball nicht richtig. Die Rot-Weißen überstanden die ersten zehn Minuten sehr gut.

Werner unüberwindbar

In der 15. Minute die erste sehr gute Chance für Stendal, aber erneut klärte Werner ganz stark. Im Gegenzug landete eine schöne Flanke von Maximilian Syring über die linke Seite genau auf dem Kopf von Specht, der Torwart Dennis Röhl zu einer Glanzparade zwang.

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Dann waren wieder die Gäste an der Reihe, doch sie konnten den super haltenden Werner nicht überwinden (16.).

Stendal gut im Griff

Die Zerbster hatten Stendal in der Defensive gut im Griff und auch nach vorn blieben sie gefährlich. Ein Zweiklassen-Unterschied war nicht erkennbar. In der 23. Minute zeigte die Lok-Elf dann doch ihre Klasse. Nach schönem Doppelpass-Spiel im Mittelfeld zog Niclas Buschke trocken ab, aber Werner war wieder zur Stelle. Auch die nächste Möglichkeit hatte der 1. FC Lok. Nach klasse Zuspiel hob Buschke den Ball über das Tor (28.). Auch beim nächsten Angriff war Werner nicht zu überwinden (31.).

Die Zerbster hielten voll dagegen und ließen sich nicht beeindrucken. Nach schöner Aktion der Zerbster und dem Doppelpass-Spiel zwischen Syring und Lude gab es leider keinen Abnehmer des guten Zuspiels von Lude im Lok-Strafraum.

Tor in Nachspielzeit

In der 40. Minute ein schöner Angriff der Gäste über die linke Seite. Aber die Flanke in den Strafraum ging an Freund und Feind vorbei.

In der Nachspielzeit klingelte es dann doch im Werner-Kasten. Aus abseitsverdächtiger Situation netzte Christos Iereidis ein (45.).

Chance zum Ausgleich

Drei Minuten später die Riesenchance für Zerbst zum Ausgleich. Stendals Torwart Röhl war bereits geschlagen, doch seine Mitspieler retteten den Ball von Specht ins Toraus.

In der zweiten Halbzeit kam Daniel Ernst für Stefan Kunitschke. Nach drei Minuten die dicke Ausgleichs-Chance für Zerbst. Syring flankte in den Strafraum und Lude verpasste mit den Zehenspitzen und der Ball flog nur knapp am Tor vorbei.

Auf der Gegenseite erhöhte Stendal auf 2:0. Erneut aus klarer Abseitsposition traf Martin Gödecke (51.). Das 3:0 folgte nur sechs Minuten später. Nach Vorlage von Steven Schubert netzte Johannes Mahrhold per Kopf ein.

Stendal dominierte nun das Spiel und ließ die Zerbster nur noch selten an den eigenen Strafraum. Die Partie plätscherte so dahin.

In der 68. Minute landete ein guter Freistoß von Lucas Weichbrot genau in den Armen von Röhl. Zerbst kämpfte weiter und wollte unbedingt zum Ehrentreffer gelangen. Die Chance dazu hatte Syring, aber Röhl war zur Stelle.

Auf der Gegenseite verhinderte Werner gleich zweimal in Folge per Glanztat einen höheren Rückstand (85.).

Die nächste Riesenchance hatte wieder Zerbst. Max Schröter hatte sich durch zwei Gegenspieler gekämpft und flankte auf den Kopf von Syring, der den Ball über das Tor setzte (87.). Schröter zog dann einfach trocken aus 23 Metern ab, hatte aber Pech, weil der Ball an der Lattenoberkante abprallte.

Auf der Gegenseite ging es ganz schnell. Nach schöner Vorlage von Tim Seidel-Holland erzielte Franz Erdmann per Heber das 4:0. Den Schlusspunkt setzte Gödecke, der nach Vorarbeit von Iereidis den 5:0-Endstand markierte (90., 91.).

„Der 0:1-Rückstand vor der Pause war bitter, auch weil es Abseits war. Schade war auch das schnelle 0:2 nach der Pause, weil es erneut abseits war. Auch das 0:3 kam gleich hinterher. Danach haben wir uns gefangen und selbst Möglichkeiten gehabt. Unterm Strich haben wir gut dagegen gehalten und können auf diese Leistung aufbauen“, sagte TSV-Trainer David Ritze, der es allerdings bedauerte, dass sich sein Team nicht belohnt hat. „Es hätte auch 2:5 oder 3:5 ausgehen können, aber wir haben uns gut verkauft.“

TSV Rot-Weiß Zerbst: Ricardo Werner – Torben Fischer, Pascal Lude (64. Carsten Kosel), Otto Möbius, Moritz Specht (74. Christopher Sens), Maximilian Syring, Philip Alarich, Stefan Kunitschke (46. Daniel Ernst), Paul Meerkatz, Max Schröter, Lucas Weichbrot.

1. FC Lok Stendal: Dennis Röhl – Martin Gödecke, Philipp Gross, Martin Gebauer, Niclas Buschke (58. Tim Seidel-Holland), Moritz Instenberg (61. Franz Erdmann), Steven Schubert, Max Salge(61. Hardy Wolff, Tim Schaarschmidt, Johannes Mahrhold, Christos Iereidis.

Tore: 0:1 Christos Iereidis (45. Minute) , 0:2 Martin Gödecke (49. Minute), 0:3 Johannes Mahrhold (57. Minute), 0:4 Franz Erdmann (89. Minute), 0:5 Matin Gödecke (90. Minute).

SR: Marco Uhlmann (Sebastian Knick, Maximilian Presser).