Loburg l Der SC Vorfläming Nedlitz war gemeinsam in der Brennereimanufaktur in Loburg zu Gast. „Wir wollen neben dem Fußball auch ein bisschen Kultur anbieten und dies als teambildende Maßnahme nutzen“, erläuterte Vereinspräsident Mario Buge.

„Wir haben das Unternehmen 1993 als erste Obstgemeinschaftsbrennerei in den neuen Bundesländern gegründet“, sagte Seniorchef Erich Kullmann und gab nach der Begrüßung einen interessanten Einblick in die lange traditonsreiche Geschichte der Brennereimanufaktur. Diese ging im Oktober 1990 als Loburger Brennerei GmbH in Betrieb. Im Oktober 1990 wurde das erste Mal (Industrie-) Alkohol hergestellt. Als bekannteste Getränke wurden später der Loburger Laurentius Tropfen oder auch der Loburger Storchenbiß gebrannt.

Erich Kullmann, der mit seinem Sohn einen weiteren Betrieb in Reppinichen (Wiesenburg/Mark) betreibt, hob die „gute geschäftliche Beziehung zu Robert Dahl“, Enkel des letzten aktiven Gutsherren Boguslav von Barby, hervor. Dahl erwarb das Gebäude im Jahr 2011 und belebte den Familiensitz neu. Der Unternehmer, der in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich Karls-Erlebnisdörfer, -Bauernmärkte und -Erdbeerhöfe betreibt, sicherte sich den ehemaligen Familiensitz in Loburg und eröffnete das Rittergut von Barby mit Gutsküche und Barbycafé.

„Von seinen Erdbeeren wird hier auch Schnaps und Erdbeergeist produziert“, so Erich Kullmann.

Bis heute haben Erich und Alf Kullmann, die Obstbrennerei Kullmann & Sohn GbR wurde im Jahre 1993 gegründet, ihr Sortiment an Köstlichkeiten längst erweitert. Obstbrände, Liköre, Obstgeiste, Vodka, Gin und sogar Whisky aus Äpfeln, um einige alkoholische Gaumenkitzler zu nennen, werden im neuen Standort der offenen Manufaktur am Münchentor in Loburg, der am 2. April 2018 eröffnet wurde, angeboten.

Wie das geht: Dazu gab Alf Kullmann einen Einblick in die Funktionsweise der Destillationsanlage, wo man übrigens die Brennerei erleben und genießen kann.

Nedlitzer setzen Ziele fest

Genießen konnten die Fußballer vom SC Vorfläming Nedlitz dann auch. Nach der Führung durch die Brennereimanufaktur wurden gemeinsam kleine Häppchen verspeist, um eine entsprechende Grundlage für die anschließende Verkostung alkoholischer Köstlichkeiten der Loburger Brennerei zu schaffen. Dabei wurde viel erzählt und über die anstehende Saison gefachsimpelt. „Wir wollen diese Form des ‚etwas anderen Trainings beibehalten und kulturelle Einrichtungen in der Region erkunden“, plant Mario Buge bereits das nächste Event.