Zerbst l Gegen Heyrothsberge hieß es 1:2. Kreisligist FSG Walternienburg/Güterglück konnte erwartungsgemäß 7:0 besiegt werden. Das Trainerduo Jens Borchers/David Ritze berief kurzfristig ein Trainingswochenende ein, das es in sich hatte. Bereits am Freitag wurde ausgiebig trainiert. Dazu hatten die Trainer fast den kompletten Kader zur Verfügung.

Am Sonnabend gastierte Landesligist Union Heyrothsberge auf dem Zerbster Anger und setzte sich 2:1 durch. TSV-Trainer Jens Borchers konnte am Ende nicht ganz zufrieden sein: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Wir hatten uns auch taktisch etwas vorgenommen, wollten ein paar Pressing-Fallen stellen, was sehr gut funktioniert hatte. Aber in der zweiten Halbzeit hat man gemerkt, dass das Trainingswochenende doch ganz schön in die Knochen ging.“

Denn bereits am Freitagabend wurde fast zweieinhalb Stunden „intensiv trainiert“. „Am Samstagfrüh haben wir uns gleich zum Waldlauf getroffen. So ging in der zweiten Halbzeit vor allem in den letzten 15 Minuten so gut wie nichts mehr“, so Borchers, der dafür „Verständnis“ aufbrachte.

Im Spiel selbst konnte Moritz Specht seine Farben in der 39. Minute in Führung schießen, doch in Hälfte zwei glichen die Gäste durch Stefan Groth zum 1:1 aus (52.) und drehten durch Domenic Rüdiger noch die Partie zu ihren Gunsten (84.).

Einen Tag später folgte dann ein Testspiel gegen den Kreisligisten FSG Walternienburg/Güterglück. Auch dabei sollte „das bisher im Training Erlernte im Spiel umgesetzt werden“. Dies gelang gut. „Wir hatten auch da eine ganz klare taktische Linie. Wir haben mit drei Ballkontakten gespielt, wollten so wenig wie möglich Kontakte, aber dabei sehr viel Ballbesitz“, erläuterte der Coach.

Das Spiel war keine Minute alt, da klingelte es schon im FSG-Kasten. Maximilian Syring hatte den Torreigen eröffnet. Nach einem Doppelpack von Moritz Specht in der 18. und 27. Minute stand es 3:0 zur Halbzeit.

Nach der Pause versenkte Marc Schröter erst einen Strafstoß zum 4:0 (55.) und 20 Minuten später netzte der Stürmer zum 5:0 ein (75.). Nochmals Syring und Pascal Lude schraubten das Ergebnis auf 7:0 (79., 90).

„Wir wollten ganz viel Ballbesitz und das hatte super funktioniert“, sagte der 32-Jährige, der den Gästen aus Walternienburg „ein großes Lob“ aussprach: „Sie haben sich gut verkauft und alles gegeben. Und es war ein super faires Spiel.“

Das Comeback von Daniel Ernst, der nach seiner langen schweren Verletzung wieder eingesetzt werden konnte, war nicht nur für den Trainer „die Krönung des Wochenendes“. Er wurde in der 70. Minute für Maik Fambach eingewechselt und hatte 20 Minuten mitgespielt. Im Anschluss beim Testspiel der Nedlitzer gegen Schönebecks U19 stellte er sich gleich noch als Schiedsrichter zur Verfügung, da kein Referee angereist war. Eine tolle Geste des sympathischen Sportlers.

Die Rot-Weißen werden unter der Woche weiter hart trainieren. Am Sonnabend steht dann das letzte Testspiel an. Zu Gast ist um 14 Uhr Kreisoberligist TuS Dessau-Kochstedt.