Loburg l Im Viertelfinale hatten sich mit dem TuS Leitzkau, dem SV Blau-Weiß Elsnigk, dem SV Eintracht Gommern und dem KC Lok Köthen bei den Herren Teams aus vier unterschiedlichen Ligen, von der 2. Bundesliga bis zur Landesklasse, qualifiziert.

Im ersten Halbfinale am Samstagmorgen setzte sich Verbandsligist Elsnigk am Ende erstaunlich deutlich gegen den Landesligisten aus Gommern durch. Dabei boten die Blau-Weißen, die im Viertelfinale den Gastgeber Loburg auf dessen Bahn bezwungen hatten, eine konstant starke Leistung und ließen den ambitionierten Gommeranern beim 6,5:1,5 (3429:3309) keine Chance.

Leitzkau startet stark

Im zweiten Halbfinale startete Zweitligist Leitzkau stark und holte durch René Haberland (575) und Andreas Wienicke (609), der das einzige 600er-Ergebnis des Tages erzielte, zwei wichtige Mannschaftspunkte (MP). Doch Titelverteidiger und Landesklasse-Vertreter Köthen drehte schon im Mittelblock gegen schwächelnde Leitzkauer den Spieß um, holte zwei MP und viele Kegel zurück.

So ging das Schlusspaar der „Wölfe“ mit einem Minus von 29 Kegeln auf die Bahnen. Hier entwickelte sich ein ganz enges Match, in dem Andy Neumann (551) dem besten Köthener Mirko Weiß (582) nicht ganz Paroli bieten konnte. Da gleichzeitig Sebastian Lorf (554) nicht genügend Kegel herausspielte, blieb es beim überraschenden Sieg der unterklassigen Köthener. Sie gewannen bei 5:3 MP mit 3356:3311 Kegeln.

Im Finale am Sonntag konnte Köthen gegen Elsnigk nicht an die starke Leistung vom Vortag anknüpfen. Ersatzgeschwächt unterlagen die Kreisstädter klar mit 1:7 (3155:3381). So konnte sich Elsnigk verdient über den Kreispokal freuen.

Halbfinale abgesagt

Bei den Frauen wurde das geplante Halbfinale nach dem Rückzug von Verbandsliga-Spitzenreiter Holzweißig kurzfristig abgesagt. So ging es am Sonntag-Morgen gleich ins Finale, in dem sich Verbandsligist TuS Leitzkau mit der SG Drosa aus der Landesklasse messen musste. In einem auf hohem Niveau ausgetragenen Spiel setzte sich zu Beginn der Favorit aus der Schlossgemeinde an die Spitze. Sabine Haberland (557) und die Tagesbeste Kathleen Benndorf (583) gewannen beide Duelle und holten einige Kegel heraus.

Leider verlor Karin Jordan (496) die im Parallelduell durch Christin Filor (580) herausgespielten Kegel wieder, so dass bei einer 3:1-Führung für Leitz-kau nur ein Kegelplus von 25 im Gesamtergebnis an der Anzeige stand.

Pokalfight spitzt sich zu

Im Schluss-Durchgang spitzte sich der Pokalfight endgültig zu, als Justine Böttge (531) und Eileen Böttge (556) von Bahn zu Bahn die Führung ausbauten und sofort den Vorsprung wieder verspielten. Am Ende setzte sich Drosa wegen deutlich weniger Fehlwürfen mit 23 Kegeln Vorsprung bei 5:3 MP und 3326:3303 Kegeln durch und jubelte über den überraschenden Pokalsieg.

Alle Teilnehmer qualifiziert

Alle Final-Four-Teilnehmer waren schon vor den Spielen für den Landespokal qualifiziert. Da bei den Männern Leitzkau bereits wegen seiner erfolgreichen Pokalsaison im Vorjahr, wie der SKV Rot Weiß Zerbst, einen Setzplatz inne hatte, konnte sich auch der freundliche und fleißige Gastgeber aus Loburg, dem entsprechend gedankt wurde, als bester Viertelfinalist noch über die Qualifikation für das Land freuen.