Zerbst l Den Jubilar zu beschreiben fällt nicht schwer. Er ist stets hilfsbereit, zuverlässig und sehr engagiert. Er hat immer ein offenes Ohr für seine Mitmenschen, er ist eben ein Kumpeltyp.

Das Geburtstagskind wuchs als Jüngster von drei Kindern auf. Sein Vater Hilmar wie auch seine große Schwester Ute waren bzw. sind dem Tischtennis-Sport verbunden. Ute schlägt heute noch für den SV Eintracht Gommern auf.

So war es klar, dass auch der kleine Bruder Holger dem Tischtennis-Spiel nicht entkommen konnte. Erlernt hat er den Sport mit dem kleinen Ball bei Werner Albrecht bei Motor Zerbst, der späteren TTSG Zerbst (Tischtennis-Spielgemeinschaft). Trainingsstätte war die jetzige „Astrid Lindgren-Grundschule“. Mit dem Fahrrad ging es zweimal pro Woche zum Training.

Lüdicke konnte jedoch im Kinder- und Jugendbereich nie die ganz großen Erfolge erringen, da er mit Bernd Adolph und Reiner Burow sowie später Bernd Albrecht spielstarke Konkurrenz hatte.

Seine Lehre absolvierte er bei der Deutschen Bahn. Danach war er in der AGP Metall Zerbst und beim DTSB in Berlin beschäftigt.

Rückkehr

Kurz vor der Jahrtausendwende kehrte er nach Zerbst zurück und bekam einen Arbeitsvertrag bei der WEMA, wo er bis heute tätig ist.

In seiner Heimatstadt stieg er auch wieder aktiv in den Tischtennis-Sport ein, engagierte sich bei seinem Heimatverein, aus dem sich im Jahr 2000 der TTC „Anhalt“ Zerbst ausgliederte, woran er als Gründungsmitglied aktiv mitwirkte.

Auch heute ist er engagiert, arbeitet im Vorstand des TTC und ist der Stellvertreter von Vereinschef Dietmar Wollschläger, der große Stücke auf ihn hält. „Holger ist die Zuverlässigkeit in Person. Tischtennis ist sein Leben, seine Familie. Wir möchten ihn nicht missen.“

Teilnahme an Meisterschaften

Neben dem regulären Punktspielbetrieb nahm Lüdicke seit seinem Senioren-Alter auch an Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften der Oldies auf Landesebene teil. Sein größter Erfolg war dabei ein dritter Platz im Einzel.

Der Logistiker organisiert gern, egal ob es Freundschaftsspiele, Turniere oder Meisterschaften sind. So übernahm er auch im Jahr 2007 die Funktion des Tischtennis-Kreisvorsitzenden in Anhalt-Bitterfeld und des stellvertretenden Lagerleiters im Ferien- und Tischtennislager Steutz von seinem Vater Hilmar, ist Oberschiedsrichter im Punktspielbetrieb der Frauen auf Landesebene, organisiert die Mini-Meisterschaften im gesamten Landkreis Anhalt/ Zerbst und schreibt regelmäßig für den Sportteil der Volksstimme Zerbst Artikel.

Des Weiteren nimmt er seit Jahren als Volontär an nationalen Turnieren teil, u.a. an den German Open, ist dabei ein gefragter Helfer und Organisator.

Seit 2007 fährt und fliegt er zu den Europa- und Weltmeisterschaften der Senioren rund um den Erdball und hat bisher in ununterbrochener Reihenfolge teilgenommen. Diese führten ihn u.a. nach Kroatien, Skandinavien, China, Brasilien und Las Vegas. Bereits im Juni ist es wieder soweit, der Koffer für die Reise nach Budapest wird demnächst gepackt.

Nun noch Hobby

Neben dem vielen Tischtennis hat der Jubilar noch ein Hobby, die regelmäßigen Skatrunden, natürlich mit einigen seiner Sportkameraden.

Heute Abend wird ihm seine Tischtennis-Familie gratulieren und ihm viele Wünsche mit auf den Weg geben. Dass er dem Tischtennissport weiter die Treue halten soll, muss wohl nicht gesagt werden, denn Tischtennis ist und bleibt sein Leben.