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Olympia in Italien Mehr als 6.000 Sicherheitskräfte bei Winterspielen

Wenn am Freitagabend erstmals seit 20 Jahren wieder Spiele in den Alpen beginnen, wird viel Politprominenz dabei sein. Nicht nur deshalb sind die Sicherheitsvorkehrungen diesmal besonders hoch.

Von dpa 05.02.2026, 06:31
Italien hat mehr als 6.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.
Italien hat mehr als 6.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Hans Klaus Techt/APA/dpa

Mailand/Cortina - Fast 3.000 Sportlerinnen und Sportler - und mehr als doppelt so viel Polizei: Aus Sorge vor Anschlägen und Störaktionen finden die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Erstmals in der Olympia-Geschichte gibt es offiziell zwei Gastgeberstädte: Italiens Mode- und Finanzmetropole sowie der Ferienort in den Dolomiten, wo 1956 schon einmal Spiele waren. 

Die zentrale Eröffnungsfeier geht am Freitagabend im San-Siro-Stadion von Mailand über die Bühne, das durch große Fußballspiele bekannt ist. Die Eröffnungsformel wird Italiens Präsident Sergio Mattarella sprechen. Auch viel Politprominenz aus dem Ausland ist dabei. Aus den USA - Gastgeber der Sommerspiele 2028 - reiste Vizepräsident JD Vance an. Deutschland wird durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vertreten.

Mehr als 6.000 Sicherheitskräfte im Einsatz

Angesichts der vielen Konflikte rund um die Welt ist die Sorge um die Sicherheit des sportlichen Mega-Ereignisses groß. Bis zum Ende der Wettbewerbe am 22. Februar hat Italien zusätzlich mehr als 6.000 Sicherheitskräfte zu Olympia beordert. Erschwert wird deren Arbeit dadurch, dass die Wettbewerbe nicht nur in Mailand und Cortina stattfinden, sondern verstreut auf mehr als ein Dutzend Stätten in ganz Norditalien: Die Wege werden so lang sein wie bei Spielen noch nie.

Kurz vor der Eröffnung gab es zusätzlich Aufregung, weil zum Schutz von US-Offiziellen auch Angehörige der US-Einwanderungspolizei ICE nach Italien kommen. Die Truppe steht wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten, wobei auch zwei Menschen getötet wurden, in der Kritik. Die Regierung in Rom betonte mehrfach, dass ausschließlich italienische Kräfte zum Einsatz kommen. In Mailand gingen Demonstranten mit Plakaten wie „No Ice in Milano“ („Kein Ice in Mailand“) auf die Straße.