Magdeburg. Das wird aber eng ... Gut 48 Stunden vor dem Anpfiff des Bundesliga-Heimspiels gegen HBW Balingen-Weilstetten am Mittwoch in der Bördelandhalle (20.15 Uhr) war das Handballteam des SC Magdeburg immer noch nicht komplett. Zumindest Gerrie Eijlers (Niederlande) und Robert Weber (Österreich) waren am Sonntag von ihren Nationalmannschafts-Einsätzen im Rahmen der EM-Qualifikation gesund und wohlbehalten zurückgekehrt und konnten sich so gestern mit der Mannschaft auf die neunte Partie der Saison vorbereiten.

Bitter dagegen schmeckte allen Beteiligten die Pille, dass mit Damir Doborac (Bosnien), Jure Natek (Slowenien) und Bartosz Jurecki (Polen) noch immer drei Spieler durch Abwesenheit glänzten: "Und wenn wir Pech haben, stoßen die Jungs erst im Laufe des Dienstages zum Team, denn es deuteten sich Probleme mit den Flügen an", malte gestern Steffen Stiebler den Teufel an die Wand und bezeichnete die Situation als "ziemlich eng" und die Vorbereitung für das Balingen-Spiel als "nicht gerade optimal". Und so versuchte sich der Ex-Kapitän damit zu trösten, dass "nach unserer Kenntnis alle zu ihren Einsätzen kamen und alle wohlauf sind".

Gute Nachrichten deuten sich dagegen im "administrativen" Bereich an: Bekanntlich laufen im Sommer kommenden Jahres etliche Verträge aus, und nach Volksstimme-Informationen ist SCM-Geschäftsführer Marc Schmedt bei den Zukunftsplanungen anscheinend ein großes Stück vorangekommen. So könnte als einer der ersten schon bald Stian Tönnesen seine Vertragsverlängerung bekanntgeben, denn nach Aussagen des Spielmachers sei man sich "weitesgehend einig". Zwar sei noch nichts unterschrieben, beteuerte der Routinier gestern Nachmittag, aber dies scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. "Ich will bleiben und der Trainer und das Management wollen das anscheinend auch. Es spricht also eigentlich nichts dagegen, dass man auch weiterhin zusammenarbeitet", so der 36-Jährige, der im Sommer 2007 vom TuS Lübbecke zum SCM kam.

Und die Planungen des langsam in die Jahre kommenden Norwegers gehen anscheinend sogar in Richtung "Rentenvertrag". Tönnesen: "Ich bin ja nicht mehr 25 und kann mir deshalb durchaus auch vorstellen, dass ich hier in Magdeburg in drei, vier Jahren meine Karriere beende, denn meine Familie und ich fühlen uns hier wirklich sehr wohl."

Dennoch war dem Regisseur gestern das Hemd näher als die Hose – sprich, das nächste Spiel ist auch für Tönnesen das wichtigste: "Das wird am Mittwoch kein Spaziergang, denn Balingen spielt bislang eine gute Saison und ist mit seiner offensiven Deckung ein sehr unangenehm zu spielender Gegner. Dennoch, wir spielen zu Hause, und da ist klar, dass die zwei Punkte – egal wie – hierbleiben müssen."