Von Daniel Hübner

Hamilton. René Bertram hat bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Hamilton (Neuseeland) den Einzug ins Finale verpasst. Der Schützling des SC Magdeburg erreichte mit dem Riemenvierer nur den dritten Platz im Hoffnungslauf und startet damit in der Nacht zum Freitag im B-Finale. Das Boot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) musste sich gestern Morgen den USA und den Italienern geschlagen geben.

"Eigentlich sind sie vernünftig rausgekommen", hatte Roland Oesemann, Bertrams Heimtrainer, beobachtet. Tatsächlich führten die Deutschen nach 500 Metern, lagen auch nach der Hälfte des 2 000 Meter langen Rennens auf Kurs. Aber dann "haben sich die Italiener in Trance gerudert". Oesemann hat gesehen: "Sie haben sich gequält, konnten aber am Ende keinen entscheidenden Akzent mehr setzen." Zudem hatte der Bruch des Steuerschuhs im Vorlauf, den das DRV-Boot auf dem letzten Platz beendet hatte, vielleicht "mehr an den Nerven gezerrt", als es den Athleten lieb war. Ganz sicher "war es kein Vorteil, kein vernünftiges Rennen zu fahren". Das brachte Unsicherheit. Und "der Druck war enorm hoch", so Oesemann. "Der Vierer hat die Italiner zu spät gesehen", erklärte DRV-Chefcoach Hartmut Buschbacher, "das war ein taktischer Fehler."

Mit Mathias Rocher hatte sich ein Magdeburger im Doppelvierer bereits für das Finale am Freitagmorgen, 2.38 Uhr mitteleuropäischer Zeit, qualifiziert. Dazu hat Oesemann ein Public-Viewing organisiert. Zu 2 Uhr lädt der Coach in den Konferenzraum des Olympia-Stützpunktes, Friedrich-Ebert-Straße 68, ein.