Heim-Länderspiele und Austragungsorte seit 2012

29. Februar 2012 in Bremen gegen Frankreich (1:2)
31. Mai 2012 in Leipzig gegen Israel (2:0)
15. August 2012 in Frankfurt/Main gegen Argentinien (1:3)
7. September 2012 in Hannover gegen Färöer Inseln (3:0)
16. Oktober 2012 in Berlin gegen Schweden (4:4)
26. März 2013 in Nürnberg gegen Kasachstan (4:1)
14. August 2013 in Kaiserslautern gegen Paraguay (3:3)
6. September 2013 in München gegen Österreich (3:0)
11. Oktober 2013 in Köln gegen Irland
5. März 2014 in Stuttgart gegen Chile

Magdeburg l Länderspiele zuletzt in Nürnberg, Kaiserslautern, München und jetzt in Köln, aber keines im Osten: Wird der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) etwa zu stiefmütterlich behandelt? "Absoluter Unsinn", widersprach NOFV-Präsident Rainer Milkoreit (Apolda).

Milkoreit, Nachfolger des Magdeburgers Hans-Georg Moldenhauer, ist ganz im Gegenteil "vollauf zufrieden" mit dem Vergabe-Schlüssel: "Wir sind im NOFV-Bereich mit zwei Stadien vertreten - in Berlin und in Leipzig. In beiden Stadien haben 2012 A-Länderspiele stattgefunden. Hinzu kommen weitere Auswahlspiele wie zuletzt mit der Frauen-Nationalmannschaft in Cottbus oder der U 21 in Halle. Auch in den darunterliegenden Jahrgängen hat es hier zahlreiche Partien gegeben. Jegliche Kritik, der Osten käme diesbezüglich zu schlecht weg, wäre also ungerechtfertigt."

In Magdeburgs MDCC-Arena (26 000 Plätze) gab es bislang zwei U-21-EM-Qualifikationsspiele (2008, 2010) und 2009 das begeisternde U-17-EM-Finale, das Deutschland nach Verlängerung 2:1 gegen die Niederlande gewann. Auch die DFB-Frauen-Auswahl war schon da (2007).

Das Sahnehäubchen sind natürlich die Auftritte der Schützlinge von Bundestrainer Joachim Löw. Und da hat der DFB schon vor Jahren ein Fassungsvermögen von 40 000 Plätzen festgelegt. Milkoreit findet das absolut legitim: "Diesen Anspruch muss man heute so stellen. Es soll sich für den DFB schließlich rechnen. Und man sieht ja auch, dass die Stadien voll sind."

Das Kriterium mit 40 000 Plätzen erfüllen im Osten aber nur Berlin und Leipzig. Und das dürfte sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Milkoreit: "Eine dritte große Arena sehe ich nicht. Ob Erfurt, Jena, Zwickau, Chemnitz - wenn modernisiert wird, dann auf jeden Fall mit geringerer Kapazität."

Einzige Ausnahme bilden die Benefizspiele. Auch da, so der NOFV-Chef, würde der Osten ausreichend berücksichtigt.

Und Ansichten, wonach Berlin nicht dem NOFV zuzuordnen sei, wies Milkoreit unmissverständlich zurück: "Wer so etwas behauptet, macht einen großen Fehler. Der Berliner Verband ist fester Bestandteil des NOFV. Berlin ist schließlich nicht nur Hertha. Man muss sich nur Union anschauen, die sich hervorragend entwickelt haben und derzeit Dritter der 2. Liga sind."

Wann nun Berlin oder Leipzig wieder in den Genuss eines A-Länderspiels kommen, ist noch offen. 2014 steht erst ein Termin fest (siehe Infokasten)und das Jahr ansonsten ganz im Zeichen der WM in Brasilien.

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