Samswegen. Rückschlag für Gewichtheber-Bundesligist SSV Samswegen. Der Bundesverband Deutscher Gewichtheber informierte den zweimaligen deutschen Mannschafts- meister, dass sein Team-Mitglied Artan Suli wegen der Einnahme von Nandrolon, einem anabolen Steroid, für zwei Jahre gesperrt worden ist.

Suli war nach dem gewonnenen Heimwettkampf gegen den AC Neuhardenberg am 20. November von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) neben drei weiteren Aktiven getestet worden. Die Ergebnisse waren erst Anfang dieser Woche bekannt geworden.

"Das bringt unser Mannschaftkonzept zu Fall. Wir haben auf das falsche Pferd gesetzt", zeigte sich der Vizepräsident des Samsweger Gewichtheber-Fördervereins, Siegfried Bärhold, enttäuscht.

Nach einer eigens einberufenen Krisensitzung am Dienstagabend versuchte sich Samswegens Sportlicher Leiter, Wolfgang Weber, in Schadensbegrenzung: "Suli hat uns einen Bärendienst erwiesen. Aber wir haben keinen Einfluss auf Sportler, die weit entfernt leben und trainieren. Wir werden versuchen, mit unseren Eigengewächsen Krüger, Altmann und Wohl die entstandene Lücke so klein wie möglich zu halten." Gruppensieg und Finalteilnahme würden nun "in weite Ferne rücken". Weber weiter: "Ich hoffe, die Zuschauer bleiben uns treu. Es geht jetzt darum, dass wir uns für die künftige zweigleisige Bundesliga qualifizieren. Das wird schwer genug."

Suli, in Speyer lebender mehrfacher albanischer Meister, gehörte seit 2008 zum Samsweger Bundesliga-Sextett. Das Dopingmittel Nandrolon beeinflusst wie Testosteron die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane und den Eiweißaufbau in der Muskulatur.