Magdeburg l Im letzten Heimspiel des Jahres hatte der SC Magdeburg den HSV Hamburg, aktuell auf dem 6. Tabellenplatz, zu Gast. Die Hanseaten reisten dabei mit der Empfehlung eines Heimsieges im Nordderby gegen die spielstarke SG Flensburg Handewitt an.

Beim SC Magdeburg konnte Niklas Friedrich nach längerer Verletzungspause erstmals wieder ein Punktspiel für den SCM bestreiten. Hochmotiviert und die Gunst der Stunde nutzend, legte der SCM los wie die Feuerwehr. So sah sich die Bank des HSV bereits nach drei Minuten und einem Spielstand von 3:0 für den SCM zu einer Auszeit gezwungen.

Dies half allerdings wenig, denn der SCM legte durch Tore von Nico Richter und Justus Kluge zum 5:0-Zwischenstand nach. Erst jetzt kamen die Gäste zu ihrem ersten Tor und etwas besser ins Spiel, mussten ab der 12. Spielminute allerdings einen weiteren personellen Rückschlag hinnehmen. Ohne gegnerische Einwirkung war für Lennard Thomsen das Spiel mit einer Bandverletzung im rechten Sprunggelenk frühzeitig beendet.

Im weiteren Verlauf überzeugte die Heimmannschaft in der 6:0-Abwehr mit einem gut arbeitenden Innenblock, forcierte nach vorn immer wieder das Tempo. In der 26. Spielminute zog der SCM erstmals durch einen Treffer von Kluge auf einen Zehn-Tore-Vorsprung (19:9) davon. Bis zur Halbzeit wurde dieser sogar noch ausgebaut, so das die Heimmannschaft mit einem beruhigenden 23:10 in die Pause gehen konnte.

Die zweite Halbzeit nutzte SCM-Trainer Martin Ostermann dazu, allen Wechselspielern eine längere Einsatzzeit zu geben. Diese bedankten sich mit viel Spiel-und Einsatzfreude, konnten aber die Konzentration nicht mehr hoch halten. Dabei agierte man zwar im Angriff nach wie vor mit viel Engagement, vernachlässigte aber im Gegenzug die Abwehrarbeit mehr und mehr.

So entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch mit vielen Toren auf beiden Seiten. Ein aus dem Rückraum und vom Siebenmeterpunkt treffsicherer Niklas Danowski sowie Mattis Kloppenburg von der Linksaußenposition und Julian Schulze auf der Spielmacherposition waren die treibenden Akteure bis zum 40:23-Zwischenstand bis zur 53. Minute.

Die verbleibenden sieben Minuten nutzten die Hanseaten noch zur Ergebniskosmetik, erzielte ihr mit acht Toren erfolgreichster Spieler Marten Most auch den letzten Treffer des Spiels zum Endstand von 42:29.

SC Magdeburg: Link, Serfas - Popa 5, Friedrich 1, Filippov 2, Schulze 4, Danowski 5, Wasielewski 3, Darius 2, Rastner 4, Kluge 4, Richter 6, Kloppenburg 5, Wetzel 1