In der Fußball-Oberliga steht der VfB Germania Halberstadt nach dem 12. Spieltag auf Platz eins. Florian Bortfeldt sprach mit Kapitän Sebastian Kischel.

Volksstimme: Haben Sie und das Team die Übernahme der Tabellenführung denn gebührend gefeiert?

Sebastian Kischel: Wir haben nach dem Spiel kurz zusammengesessen und uns gefreut, aber nicht gefeiert. Es ist in der Liga alles sehr eng, viel Platz zu den unteren Rängen ist da auch nicht.

Volksstimme: Es verbleiben vier Spiele in diesem Jahr. Was ist das Ziel bis zur Winterpause?

Kischel: Drei der vier Partien sind hammerschwere Auswärtsspiele in Auerbach, in Erfurt und bei Sachsen Leipzig. Unser Ziel bis zur Saisonpause sind 30 Punkte, dementsprechend noch sieben weitere Zähler. Ich denke, das ist eine realistische Vorgabe.

Volksstimme: Was läuft in dieser Spielzeit besser als in denen zuvor?

Kischel: Wir haben einen unheimlich guten Kader. Es gibt 15, 16 sehr gute Spieler. Das war im letzten Jahr nicht der Fall. Somit können wir auch Ausfälle gut kompensieren. Inzwischen haben wir schon elf Ligaspiele nicht verloren, viele gute Partien – vor allem auswärts – gezeigt. Zuhause hingegen gibt es noch Reserven, aber ich denke, dass wir uns in einer Weise dem Umfeld anpassen. Unsere Heimstätte ist eben eine Baustelle, es ist keine richtige Stadionatmosphäre möglich. Eine Klasse besser ist da zum Beispiel Luckenwalde. Meine Meinung ist, dass wir mit einem besseren Stadion sogar noch drei, vier Punkte mehr hätten.

Volksstimme: Ist Tabellenplatz eins für den VfB auch nach dem 30. Spieltag drin?

Kischel: Wir hatten inzwischen fast alle Teams von oben zum Gegner, haben gegen alle bisherigen Kontrahenten mindestens mitgehalten, keiner hat uns an die Wand gespielt oder war überlegen. Von daher denke ich schon, dass Platz eins möglich ist, garantieren kann ich es allerdings nicht. Im weiteren Saisonverlauf werden wohl auch Kleinigkeiten dar-über entscheiden.