Sommerspiele in Tokio

Florian Wellbrock vom SCM verpasst eine Medaille

In seinem ersten Finale in Tokio hat Florian Wellbrock eine Medaille verpasst. Der Magdeburger schwamm über 800 Meter Freistil auf Platz vier.

Von Daniel Hübner
Florian Wellbrock hat im ersten Finale eine Medaille knapp verpasst.
Florian Wellbrock hat im ersten Finale eine Medaille knapp verpasst. Foto: dpa

Tokio/Magdeburg - Gregorio Paltrinieri hat die Flucht nach vorn angetreten - und ist als Zweiter ins Ziel gekommen. Michailo Romantschuk hat den Endspurt angezogen und hat als Dritter angeschlagen. Für Florian Wellbrock hat „es hintenraus nicht gereicht“, sagte der 23-Jährige vom SC Magdeburg nach dem Rennen in der ARD nach seinem vierten Platz. Und dann gab es noch Robert Finke aus Tampa in Florida, 21 Jahre, der mit einem US-Rekord von 7:41,82 Minuten zu Gold über 800 Meter Freistil bei den Olympischen Spiele in Tokio gekrault ist.

Der Donnerstagmorgen mitteleuropäischer Zeit gab einen Vorgeschmack auf den Showdown am Sonntag, wenn Wellbrock & Co. über die längste Beckendistanz, die 1500 Meter, um Medaillen kämpfen. Während viele einen Zweikampf zwischen dem Ukrainer Romantschuk und Wellbrock auf dem Zettel hatten, „hat uns Paltrinieri alle überrascht“, sagte Wellbrock. Der Italiener, 26 Jahre, war im Vorfeld der Spiele an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt. Er hatte sich außerdem als Achtschnellster ins Finale über 800 Meter gepokert. Und präsentierte sich dort bestens erholt permanent in der führenden Position. „Heute hat das Herz gewonnen“, erklärte er am ARD-Mikrofon.

Bis zur letzten Bahn lag Wellbrock noch auf Medaillenkurs. „Ich bin wahrscheinlich zu früh Beine geschwommen“, vermutete er, weshalb er das Tempo auf den letzten Metern nicht mitgehen konnte. Paltrinieri sicherte sich in 7:42,11 Minuten den zweiten Platz, er schlug 22 vor Romantschuk und 57 Hundertstelsekunden vor Wellbrock an.