London/Magdeburg l Erster Versuch ungültig, zweiter Versuch ungültig, dritter Versuch ungültig: Martin Wierig hat es nicht ins Finale bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London geschafft. Der 30-jährige Diskushüne vom SC Magdeburg, der mit einem Saisonbestwert von 65,56 Metern angereist warm, hätte die geforderte Weite von 64,50 Metern erreichen müssen, um am Sonnabend den Endkampf zu bestreiten.

"Ich bin schwer in den Wettkampf gekommen. Der erste Versuch war wirklich verkorkst. Die anderen beiden Versuche waren in Ordnung. Da konnte ich zeigen, dass ich in einer guten Verfassung bin. Dann haben aber leider fünf Zentimeter im Ring gefehlt. Das ist sehr ärgerlich, weil ich mir eine gute Form antrainiert habe", sagte Wierig, der im vergangenen Jahr die Quali für die Olympischen Spiele in Rio verpasste. "Ich habe es nicht in den Ring bekommen. Es hat wieder wahnsinnig Spaß gemacht unter dieser Kulisse zu werfen. Ich hätte unheimlich gerne noch einmal im Finale geworfen. Ich bin vielleicht nicht für ganz vorne konkurrenzfähig. Die drei X spiegeln nicht das wider, was ich drauf habe", sagte der Magdeburger.

Keinen Zweifel an seiner Form ließ Robert Harting: Der Berliner, der an gleicher Stelle vor fünf Jahren Olympia-Gold gewann, benötigte lediglich einen Wurf, um ins Finale einzuziehen. Mit 65,32 Metern übertraf er die geforderte Weite deutlich. „Es war nicht einfach, aber es ist eine schöne Atmosphäre und ein tolles Publikum. Hoffentlich kann ich das nutzen", sagte Harting bei „Eurosport". Das Finale steigt am Sonnabend ab 20.25 Uhr/live ARD und Eurosport).