Magdeburg (vs) l Ob es am Umzug lag? Am neuen Ort für die traditionelle Veranstaltung? Jedenfalls waren sie am Freitagabend alle da. Ehrengäste aus Sport, Politik und Wirtschaft. Rund 600 Gäste konnte An-dreas Silbersack, der Präsident des Landessportbundes, als Gastgeber im Maritim-Hotel in Magdeburg begrüßen. Dorthin war der LSB für den 26. Ball des Sports umgezogen, nach zuvor 25 Gastspielen in Halle.

Doch mehr noch als alle Ehrengäste standen an diesem Abend natürlich die Athleten im Mittelpunkt. Traditionell bildet nämlich die Auszeichnung zu Sachsen-Anhalts Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres den Höhepunkt der Gala. Und anders als so oft in den Jahren zuvor, waren tatsächlich alle Titelträger versammelt und nahmen ihre Ehrung persönlich entgegen.

Zum Beispiel Andrea Eskau. Die Behindertensportlerin vom USC Magdeburg setzte sich in der Wahl der Sportjournalisten des Landes knapp vor Diskuswerferin Nadine Müller vom SV Halle durch. Kein Wunder, bei dieser Medaillensammlung. Die 47-Jährige gewann bei den Winter-Paralympics in Pyeongchang in Biathlon und Langlauf zweimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze.

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Auch in der Herren-Konkurrenz war am Ende Olympia-Gold das entscheidende Kriterium. Gleich zweimal stand Bob-Anschieber Thorsten Margis vom SV Halle in Pyeongchang mit Pilot Francesco Friedrich ganz oben. In der Wahl setzte er sich denkbar knapp durch vor Schwimm-Shootingstar Florian Wellbrock vom SC Magdeburg und Ruderer Maximilian Planer, der Weltmeister im Achter wurde.

Ganz klar war hingegen das Ergebnis bei den Mannschaften. Der 1. FC Magdeburg, Meister der 3. Liga und Aufsteiger in die 2. Fußball-Bundesliga, gewann vor den Handballern des SCM und dem Schkopauer Kanuslalom-Duo Thomas Becker und Robert Behling.

Sportlerin des Jahres:
1. Andrea Eskau 169
2. Nadine Müller 154
3. Cindy Roleder 90

Sportler des Jahres:
1. Thorsten Margis 167
2. Florian Wellbrock 159
3. Maximilian Planer 130
   
Mannschaft des Jahres:
1. 1. FC Magdeburg 208
2. SC Magdeburg 162
3. Becker/Behling 85