SCM / Handball

SCM „checkt“ in der Magdeburger Uniklinik für die Saison ein

Für die Handballer des SC Magdeburg ist seit gestern der Urlaub vorbei. In der Uniklinik standen die ersten Untersuchungen bei der Leistungsdiagnostik an. Am Montag beginnt dann mit dem ersten Mannschaftsftraining die Vorbereitung auf die neue Saison.

Von René Miller
Gisli Kristjansson wird bei der Spiroergometrie von Dr. Mathias Neumann und der MT-Assistentin Martina überwacht.
Gisli Kristjansson wird bei der Spiroergometrie von Dr. Mathias Neumann und der MT-Assistentin Martina überwacht. Foto: Eroll Popova

Magdeburg - Wenn sich die Handballer des SC Magdeburg nach dem Sommer-Urlaub wieder treffen, ist nicht entscheidend, wer sich in der Sonne die schönste Körperfarbe zugelegt hat, sondern wer fit genug für die neue Bundesliga- Saison ist. Und dafür ging es gestern gruppenweise ins Magdeburger Universitätsklinikum.

Leistungsdiagnostik mit Spiroergometrie

Gisli Kristjansson und Lukas Mertens machten bei der Leistungsdiagnostik in der Orthopädie im Haus 8 gleich am frühen Morgen den Anfang. Bevor es an die Geräte ging, wurden die Spieler von Dr. med. Kathrin Berger erst einmal durchgecheckt, ob sie die vorgeschriebenen Übungen auch richtig durchziehen können.

„Dazu gehört vor allem die sogenannte Spiroergometrie – eine Kombination von Lungenfunktionsprüfung und Belas-tungs-EKG“, erklärt Prof. Dr. med. Christoph Lohmann, Direktor der orthopädischen Universitätsklinik.

Auf einem Laufband trugen die SCM-Spieler zusätzlich eine Maske, über die die Atmung gemessen wird. Bei der stufenweise schwerer werdende Belastung werden das jeweilige Befinden (Erschöpfung, Schmerzen, Atemnot), das EKG, der Blutdruck, die Menge der eingeatmeten Luft, der Anteil von Sauerstoff und Kohlendioxid in der Ausatemluft kontrolliert.

SCM schon seit vielen Jahren bei Professor Lohmann und seinem Team

Seit Jahren sind diese Untersuchungen auch Voraussetzung dafür, um von der Handball-Bundesliga (HBL) eine Spielgenehmigung für die neue Saison zu bekommen. Lohmann: „Diese Untersuchungen machen wir natürlich extrem sorgfältig. Von Vorteil dabei ist auch, dass wir die SCM-Spieler schon seit Jahren betreuen und deshalb immer im Blick haben. Wenn irgendetwas ist, dann sind wir auch rund um die Uhr für sie da. Wir sind auch sehr stolz darauf, dass wir mit unserem Konzept und der Disziplin aller Spieler und Betreuer in der Pandemie keinen Krankheitsfall hatten.“

Neben den von der HBL vorgeschriebenen Tests werden bei den Profis der Grün-Roten an den beiden Tagen in der Uniklinik auch auch andere Dinge wie beispielsweise der Fußdruck und die Körperhaltungen gemessen. Außerdem stehen Krafttests auf dem Programm. Lohmann: „Dazu gehört vor allem die Laktatmessung, um die höchstmögliche Belastungsintensität herauszufinden, ohne dass die Muskeln übersäuern.“

Anhand all dieser Werte können Trainer Bennet Wiegert und sein Team abgestimmt auf das jeweilige Leistungsniveau dann die genauen Trainingsinhalte für die Spieler festlegen. Richtig trainiert wird dann erstmals am nächsten Montagvormittag in der Getec-Arena.

Lukas Mertens wird von Dr. med. Kathrin Berger durchgecheckt.
Lukas Mertens wird von Dr. med. Kathrin Berger durchgecheckt.
Foto: Eroll Popova
Schwester Anke verkabelt Gisli Kristjansson vor dem EKG.
Schwester Anke verkabelt Gisli Kristjansson vor dem EKG.
Foto: Eroll Popova