Handball SCM löst das Ticket für das Viertelfinale der Champions League
Mit einem 37:30 gegen GOG machen die Grün-Roten schon am viertletzten Spieltag der Gruppenphase alles klar. Omar Ingi Magnusson ist mit sechs Treffern bester Werfer.

Magdeburg - Der SCM hat den Niederlagen-Frust von Kiel, wie erhofft, schnell abgehakt und bleibt in der Champions League in der Erfolgsspur. Mit einem 37:30 (17:15) gegen GOG Handbold haben die Grün-Roten auch das elfte Spiel der Gruppenphase gewonnen und damit vorzeitig das Ticket für das Viertelfinale gebucht. Bei den restlichen drei Partien in Plock, gegen Barcelona und in Paris geht es nur noch um Rang eins oder zwei.
„Wir haben die Niederlage schnell abgeschüttelt. Wir wussten, dass wir eine Chance haben, in diesem Wettbewerb ungeschlagen zu bleiben. Dazu kam die Chance, das Achtelfinale zu überspringen, was ich als einen riesigen Faustpfand sehe. Das ist ein gutes Gefühl und soll uns Sicherheit geben“, resümierte Bennet Wiegert.
Der SCM-Trainer hatte gegenüber dem Spiel beim THW (29:31) personell ordentlich rotiert. Im Tor begann Matej Mandic, auf Rechtsaußen Tim Hornke, auf Linksaußen Matthias Musche und im rechten Rückraum startete Albin Lagergren. Christian O’Sullivan und Oscar Bergendahl wechselten sich zwischen Defensive und Offensive mit Gisli Kristjansson und Philipp Weber ab. Magnus Saugstrup komplettierte die SCM-Sieben.
Nach fünf Minuten holte Mandic die 6.240 Zuschauer in der Getec-Arena erstmals richtig von den Sitzen. Da kaufte er William Dalby einen Gegenstoß ab und verhinderte mit seinem linken Fuß einen 2:3-Rückstand. Hornke wusste das zu nutzen und sorgte im Gegenzug für das 3:2 der Magdeburger. In der siebten Minute schritt Omar Ingi Magnusson von der Bank erstmals zum Siebenmeterstrich, traf zum 4:2 und wurde von den Fans lautstark gefeiert. Für die Seele des Isländers ganz wichtig. In Kiel hatte er ja zwei Siebenmeter vergeben. Bis zur Pause legte Magnusson noch drei Tore nach und hatte damit die optimale Strafwurfquote.
Vind gleicht für GOG aus
Nachdem der künftige Magdeburger Oskar Vind für die Dänen auf 8:6 (14.) verkürzte, zog der SCM auf 10:6 (17.) davon. GOG probierte es nun mit dem siebten Feldspieler. Doch der SCM hielt bis zum 13:9 (20.) das Vier-Tore-Plus.
Doch plötzlich lief es nicht mehr und Vind belohnte einen 5:1-Lauf der Gäste vier Minuten vor der Pausensirene mit dem Ausgleichstreffer zum 14:14.
Das 17:15 zur Pause konnten die Magdeburger mit Ballbesitz nach Wiederanpfiff gleich auf 18:15 ausbauen. Und Mandic erhöhte nach seiner fünften Parade mit einem Wurf ins leere GOG-Tor auf 19:15 (32.). Der nach dem Seitenwechsel ins Spiel gekommene Felix Claar sorgte beim 22:17 (37.) für die erste Fünf-Tore-Führung im Spiel. Der Schwede hatte Weber abgelöst, der bis zur Pause aus fünf Würfen fünf Tore gemacht hatte. Nachdem der für einen Siebenmeter zwischen die Pfosten gerückte Sergey Hernandez den Wurf von Dalby auch gleich parierte, zogen die Gastgeber auf 25:18 (42.) davon. Und als Claar im Tempogegenstoß auf 27:20 (45.) stellte, waren die Weichen endgültig auf SCM-Sieg gestellt.
Zehnder trifft beim Comeback zweimal
Unter großem Jubel der SCM-Fans durfte kurz darauf auch Manuel Zehnder nach seiner langen Verletzungspause wieder mal ran – traf dann auch gleich zwei Mal und erhöhte auf 30:23 (49.).
Die Gäste verkürzten zwar noch einmal auf 30:25, aber echte Spannung ließ der SCM nicht mehr zu. So konnten Hornke und Musche das 35:29 (58.) mit einem Bilderbuch-Kempa zelebrieren.
Statistik zum Spiel
SCM-Tore: Magnusson 6/6, Hornke 5, Weber 5, Claar 4, Lagergren 4, Musche 3, Zehnder 3, Kristjansson 2, Mandic 2, O’Sullivan 2, Bergendahl 1
GOG-Tore: Dalby 6/2, Jakobsen 4, F. Pedersen 4, Vilhelmsen 3, Vind 3, Käll 2, Sörensen 2, Tonnesen 2, Balstad 1, Kildelund 1, Lindskog 1, K. Pedersen 1
Schiedsrichter: Weijmans/Wolbertus (Niederlande)
Zuschauer: 6.240
Strafminuten: 0 – 2
Siebenmeter: 6/7 – 2/4