Rehlingen/Magdeburg l Martin Wierig hat in dieser Saison eine neue Regel aufgestellt: Der Wettbewerb ist tatsächlich erst zu Ende, wenn der Diskuswerfer vom SC Magdeburg seinen letzten Wurf absolviert hat. Denn sowohl bei den Werfertagen in Halle als auch beim Meeting am Pfingstsonntag in Rehlingen erzielte Wierig mit dem abschließenden Versuch seine größte Weite. Und wie in Halle brachte er die Zwei-Kilo-Scheibe erneut auf 65,68 Meter.

WM-Norm erneut übertroffen

„Nicht, dass ich noch der Mann für den letzten Versuch werde“, meinte Wierig schmunzelnd. Inklusive der 66,04 Meter zum Saisonstart in Schönebeck – da war es der fünfte Versuch nach vier ungültigen – hat Wierig damit zum dritten Mal die Norm (65,00) für die Weltmeisterschaften in Doha (Katar/28. September bis 6. Oktober) übertroffen.

Ganz zufrieden war der Schützling von Trainer Armin Lemme dennoch nicht. Neben der besten Weite warf er gleich im ersten Durchgang mit 65,27 Metern die Scheibe ebenfalls über die Vorgabe des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV). „Mit diesen beiden Versuchen bin ich auch zufrieden, die restlichen waren nicht gut“, erklärte der 2,02-Meter-Hüne, der gestern seinen 32. Geburtstag feierte,.

Wrobel enttäuscht

Zufrieden konnte sein Teamgefährte indes nicht ein: Mit drei ungültigen Versuchen verpasste David Wrobel, der ebenfalls schon zweimal die WM-Norm übertroffen hat, diesmal den Endkampf. „Manchmal gibt es solche Tage“, erklärte der 28-Jährige.

Den Wettbewerb gewann übrigens Lukas Weisshaidinger. Der 27-Jährige aus Österreich, im vergangenen Jahr mit Bronze bei der Europameisterschaft in Berlin dekoriert, setzte sich mit 67,49 Metern und mit 1,15 Meter vor dem Polen Pjotr Malachowski durch. Olympiasieger Christoph Harting aus Berlin blieb mit 64,17 Metern erneut unter der WM-Norm. Der 29-Jährige wurde Fünfter.