Hamburg (dpa) – Weltumsegler Boris Herrmann plant nach seiner Vendée-Globe-Premiere schon für das nächste Rennen um die Erde.

Nach dem bevorstehenden Verkauf der Jacht "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" wollen Herrmann und sein Team ein neues Boot zur Teilnahme an anderen Regatten und an der 10. Vendée Globe 2024/2025 bauen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das hinkriegen. Wir haben viele gute Ideen, wollen möglichst bald neubauen und beim nächsten Mal natürlich auch gerne um den Sieg mitsegeln", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dem Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war der 39 Jahre alte Hamburger am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Dort sagte er zur erneuten Teilnahme am härtesten Meeres-Marathon für Solosegler: "Das ist mein großer Traum. Während des Rennens verflucht man es oft. Dann überquert man die Ziellinie. Das ist wie eine riesige Schmerzpille. Man vergisst die Härten und die Einsamkeit, ist sofort wieder von der Faszination eingenommen."

Herrmann wuchs ohne Fernseher auf und hat bis heute keinen, daher hatte er auch das ZDF-"Sportstudio" vor seinem Besuch nie gesehen. Ohne Fußball-Erfahrung war er beim Torwandschießen mit zwei Treffern erfolgreich. Im Gespräch mit Moderator Sven Voss ließ Herrmann sein Segel-Abenteuer, mit dem er in Deutschland ein Millionen-Publikum begeisterte, noch einmal Revue passieren.

Er erinnerte an die dramatische Rettungsaktion für den Franzosen Kevin Escoffier und die Überwindung seiner Höhenangst, als er für eine Reparatur auf See in den 28 Meter hohen Mast kletterte. Seine Bilanz des Abenteuers, das er mit schiffseigenem Labor auch dem Kampf gegen den Klimawandel widmete, bleibt positiv: "Mit Platz fünf habe ich das für mich zuvor best vorstellbare Ergebnis erreicht."

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Boris Herrmann im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF