Moskau (dpa) - Deutschlands Kletterinnen können bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer nur zuschauen. Bei der Europameisterschaft in Moskau haben die vier Sportlerinnen des Alpenvereins (DAV) ihre kleine Restchance auf das letzte Ticket für Japan nicht genutzt.

Damit werden bei der Olympia-Premiere der Sportart nur Alexander Megos und Jan Hojer das deutsche Kletterteam vertreten.

Hannah Meul aus Köln hatte im Finale der Kombination noch eine Chance auf den Sieg und damit das Startrecht für Olympia. Die 19-Jährige wurde Siebte - hätte sie einen entscheidenden Griff nicht um Fingerbreite verpasst, wäre immerhin EM-Bronze herausgesprungen.

Der Titel ging an die Russin Viktoria Meschkowa, die nun wie ihr bei den Herren erfolgreicher Landsmann Alexei Rubtsow zu Olympia darf.

In der Kombination, in der auch in Tokio erstmals Medaillen für Klettern vergeben werden, kommen drei Einzeldisziplinen dran: Lead-, also das klassische Seilklettern, Bouldern an kurzen Grifffolgen in Absprunghöhe und Speedklettern an einer genormten Wand.

Im Einzel-Wettkampf Lead hatte Meul in Moskau die Bronzemedaille als Vierte knapp verpasst. Im Bouldern war Teamkollegin Lucia Dörffel (Chemnitz) ebenfalls Vierte geworden. Neben den beiden waren noch Alma Bestvater (Weimar) und Afra Hönig (Landshut) am Start.

Deutsche Männer verzichteten auf die EM, weil es kein drittes Olympia-Ticket zu holen gab. Auch andere Top-Kletterer, die bereits qualifiziert sind oder wegen der Zwei-Starter-Quotenregelung pro Nation keine Möglichkeit mehr hatten, reisten wegen Corona nicht an.

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Ergebnis

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