Berlin (dpa) - Deutschlands Weltklasse-Schwimmerin Sarah Köhler begrüßt trotz guter sportlicher Verfassung die Verschiebung der Olympischen Spiele von Tokio ins Jahr 2021.

"Großen Einfluss hatten wir ja eh nicht drauf. Ich fand eher die Situation, die sich mit dem Virus ergeben hat, schwieriger. Man hat sich so machtlos gefühlt", sagte die 25 Jahre alte gebürtige Hanauerin in der Dokumentation "Der geplatzte Traum von Tokio?" im hr-Fernsehen am Samstag.

"Ich glaube, dass es im Moment einfach wichtigere Probleme gibt als den Sport und die Verschiebung der Olympischen Spiele", sagte Köhler zur Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Sommerspiele ins Jahr 2021 zu verschieben. Die mittlerweile in Magdeburg lebende Hessin stellte bei den Kurzbahn-Meisterschaften im November 2019 in Berlin einen Weltrekord über 1500 Meter Freistil auf und galt für die Spiele in Tokio als deutsche Medaillenhoffnung in den Schwimmwettbewerben.

Wegen der Corona-Pandemie hatten das IOC, die Organisatoren und die japanische Regierung nach längerem Zögern eine Verschiebung der Sommerspiele um ein Jahr beschlossen. Olympia in Tokio soll nun am 23. Juli 2021 eröffnet werden.

Dokumentation im hr-Fernsehen