Berlin (dpa) - Der frühere FIFA-Ethikchef Hans-Joachim Eckert hat nach dem Rücktritt von Präsident Reinhard Grindel gravierende Veränderungen im Deutschen Fußball-Bund gefordert.

"Der DFB braucht für die Zukunft definitiv andere Strukturen. Das wird nach solchen Fällen immer besonders deutlich. Man kann den nun handelnden Personen nur wünschen, dass sie klaren Kopf bewahren und sich vielleicht auch extern Beratung in allen Bereichen einholen", sagte Eckert der "Rheinischen Post".

"Es müssen klare Verhältnisse beim DFB herrschen und dann auch eingehalten werden. Geschenke, die einen Warenwert von 20 Euro übersteigen, dürfen nicht angenommen werden", forderte Eckert. "Bei Gastgeschenken verhält es sich natürlich anders. Die sind aber auch nicht für eine Person bestimmt, sondern die Institution dahinter. Dementsprechend gehen solche Devotionalien in den Fundus des Verbands über", sagte der Jurist. Eckert war zwischen 2012 und 2017 Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission des Weltverbands FIFA.