Berlin (dpa) - Fußball-Weltenbummler Otto Pfister ist mit dem Ehrenpreis des Vereins Deutscher Fußball Botschafter ausgezeichnet worden.

Außenminister Heiko Maas ehrte den 80 Jahre alten Nationaltrainer Afghanistans in Berlin für dessen sportliches und sozial-gesellschaftliches Engagement im Ausland. "Otto Pfister ist im besonderen Maße darin Vorbild, was der Fußball über die Grenzen hinaus bewirken kann", sagte Maas in seiner Laudatio auf den gebürtigen Kölner: "Er hat zu dem einen oder anderen Regierungschef einen besseren Zugang als mancher Botschafter."

Der Kölner Gert Engels wurde zum deutschen Fußball-Botschafter 2018 in der Kategorie Trainer gewählt. Seit fast 20 Jahren ist er als Coach in Japan tätig. Derzeit arbeit er als Assistenz-Trainer bei Vissel Kobe, dem Club des früheren Nationalspielers Lukas Podolski. Die Spieler-Auszeichnung erhielt Torhüter Loris Karius vom Champions-League-Finalisten FC Liverpool.

Pfister sprach von einer "großen Ehre, diesen Preis zu bekommen". Bei seinen vielen Trainerstationen in aller Welt hat Pfister auch viel Elend gesehen. Deshalb sagte er an alle Deutschen gerichtet: "Wer nicht weiß, dass wir in Deutschland im absoluten Paradies leben, hat die Welt nicht verstanden."

Seit Februar 2017 trainiert Pfister die Nationalmannschaft Afghanistans, zuvor arbeitete er lange in Afrika. Mit Kamerun stand er 2008 im Finale des Afrika-Cups, Togo führte er zur WM 2006 und mit der U17-Auswahl Ghanas wurde er 1991 Weltmeister. Mehr als 20 Vereins- und Nationalteams betreute Pfister, der mittlerweile in der Schweiz lebt, in seiner schon 57 Jahre langen Trainer-Karriere.

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