Köln (dpa) - French-Open-Achtelfinalist Daniel Altmaier ist auch im zweiten Anlauf in Köln gleich in der ersten Runde gescheitert und hat dabei eine bittere Tennis-Lehrstunde erteilt bekommen.

Nach seiner knappen Niederlage gegen den Schweizer Henri Laaksonen beim Turnier in der Vorwoche enttäuschte der 22-Jährige diesmal beim 1:6, 0:6 gegen Jegor Gerassimow aus Belarus auf der ganzen Linie. Altmaier fand von Beginn an nicht zu seinem Spiel, brachte zu wenige erste Aufschläge, machte zu viele Fehler und haderte auch schnell mit sich selbst. Nach genau einer Stunde war das Match schon zu Ende.

"Ich fühle mich einen Tick leer", sagte Altmaier später zerknirscht. Er habe beim Training am Morgen ein Ziehen im Knie verspürt und sich dadurch aus dem Konzept bringen lassen. "Ich kam mit der Situation nicht klar", sagte er. "Es war für mich eine neue Erfahrung, dass mich sowas irritiert. Das muss ich beim nächsten Mal sicher besser händeln."

Vor zwei Wochen war Altmaier bei den French Open zum erst vierten Spieler in diesem Jahrtausend avanciert, der bei seiner Grand-Slam-Premiere auf Anhieb das Achtelfinale erreichte. Dadurch hatte sich der Kempener auf Rang 122 der Weltrangliste verbessert. Das Erstrunden-Aus in der Vorwoche hatte ihn wieder zwei Ränge gekostet. Gerassimow wird, obwohl Qualifikant in Köln, aktuell 39 Plätze vor ihm geführt.

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