Madrid (dpa) - Das nicht ausgetragene Doppel zwischen Kanada und den USA am Dienstag hat bei der Davis-Cup-Endrunde in Madrid für heftige Kritik zahlreicher Spieler gesorgt. Kanada hatte nach den beiden gewonnenen Einzeln auf das Doppel verzichtet.

Die USA bekamen so einen Punkt geschenkt, der am Ende bei der Ermittlung der beiden besten Zweiten noch von Bedeutung sein kann. Neben den sechs Siegern der Dreiergruppen qualifizieren sich zwei weitere Gruppenzweite für das Viertelfinale.

"Um ehrlich zu sein, sollte das nicht erlaubt sein", sagte der Serbe Novak Djokovic. Er könne zwar verstehen, dass die bereits für das Viertelfinale qualifizierten Kanadier ihre Spieler schonen wollten. "Aber ich denke, es ist nicht fair", sagte die Nummer zwei der Welt.

Auch der Brite Andy Murray kritisierte den Vorfall. Die Absage des Doppels habe Auswirkungen auf alle Teams, die am Ende in ihrer Gruppe Zweiter werden. "Und die Kanadier hätten danach ja zwei Tage frei gehabt", sagte der frühere Weltranglisten-Erste. "Das war unglaublich", sagte Deutschlands Nummer eins Jan-Lennard Struff. "So etwas geht gar nicht."

Spielplan Davis Cup Finals

Infos zum Event

Das deutsche Team