Berlin (dpa/tmn) - Sie sehen harmlos aus, fast wie kleine Ohrringe: Tierbesitzer, die runde Krallen-Verwachsungen an ihren Hunden feststellen, müssen allerdings dringend handeln. Darauf weist die Tierschutzorganisation "Aktion Tier" hin.

Häufig sind Wolfskrallen oder überzählige Krallen, die etwas höher angesiedelt sind, betroffen. Da das Horn keinen Kontakt zum Untergrund hat, nutzen sie sich nicht ab.

Lässt man sie weiter wuchern, bohren sie sich ins Fell oder den Ballen. Dies sorgt für Schmerzen beim Tier. Die eingewachsenen Krallen können sich zudem schnell entzünden.

Ein Tierarzt kann das Horn fachmännisch entfernen. Mutige Tierbesitzer dürfen aber auch selbst zur Zange aus dem Zoofachhandel greifen. Doch Vorsicht: keinesfalls in den durchbluteten Teil der Kralle schneiden. Das kann man vermeiden, indem man ein starkes Licht auf das Horn richtet. Dann ist der durchblutete Teil meist gut erkennbar, es sei denn, das Horn ist schwarz. Hier müssen Besitzer besonders vorsichtig sein und sich nach und nach an die Ader herantasten.