Hamburg (dpa) - Die Kinderbuch-Autorin Kirsten Boie ("Wir Kinder aus dem Möwenweg") startet auch mit 70 Jahren häufig früh morgens mit dem Schreiben - aber drei Stunden später als in früheren Zeiten.

"Meist fange ich gegen 07.00 Uhr an, koche ich mir einen Grünen Tee und klappe mein Laptop auf. Pro Tag schreibe ich so fünf bis sieben Buch-Seiten", sagte sie der "Bild"-Zeitung. Danach erledige sie "den Bürokram, der mittlerweile den größeren Teil meiner Arbeit ausmacht".

Früher sei die Zeit für die Arbeit sehr viel knapper gewesen: "Als die Kinder noch klein waren, habe ich häufig um 04.00 Uhr, als sie noch schliefen, geschrieben. Damals am Küchentisch. Heute genieße ich den Luxus eines Arbeitszimmers. Und den Wecker stelle ich mir auch nicht mehr."

Boies erstes Werk "Paule ist ein Glücksgriff" erschien 1985. Seitdem hat sie rund hundert Bücher und Geschichten für Kinder und Jugendliche veröffentlicht, von denen zahlreiche Bücher in viele weitere Sprachen übersetzt worden sind. Vielfach wurde sie dafür ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr wurde sie Hamburger Ehrenbürgerin.

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