Stockholm (dpa) - Ein Nerd will sie nicht sein. "Wer möchte schon Sonderling oder Streber genannt werden, oder wie auch immer sie uns nun bezeichnen?", fragte Donna Strickland 2010 in einem Zeitungsinterview mit Blick auf die erfolgreiche Physik-Sitcom "The Big Bang Theory".

Sie bevorzuge die Beschreibung "Laser-Enthusiast". Jetzt ist die Kanadierin nach Marie Curie und Maria Goeppert-Mayer die dritte Frau, die einen Nobelpreis für Physik erhält. Die 59-jährige Professorin lehrt an der Universität in Waterloo, die etwa 30 Autominuten von ihrer Geburtsstadt Guelph entfernt liegt. Mit Laser-Forscher Douglas Dykaar hat sie zwei Kinder.

Ihren Bachelor erlangte Strickland 1981 an der McMaster Universität im kanadischen Hamilton. Sieben Jahre später promovierte sie an der Universität von Rochester (US-Staat New York) bei Optik-Professor Gérard Mourou, mit dem sie nun zusammen die weltweit wichtigste Physik-Auszeichnung erhält.

Nach wissenschaftlichen Aufenthalten unter anderem an der Universität in Princeton arbeitet Strickland seit 1997 in Waterloo. Zu ihren Fachgebieten gehören Laser-Materie-Interaktionen, nichtlineare Optik und Lasersysteme. In ihrem Forschungsgebiet erhielt sie schon mehrere Auszeichnungen. Als Präsidentin führte sie die internationale physikalische Wissenschaftsgesellschaft Optical Society.