Houston (dpa) – Die Baseball-Spieler der Houston Astros und der Oakland Athletics sind nach einer Protestaktion nicht zu ihrer Partie in der nordamerikanischen Profiliga MLB angetreten.

Damit schlossen sich die Mannschaften am Freitag (Ortszeit) der Protestserie zahlreicher Sportler aus verschiedenen US-Ligen an. Auslöser der Boykott-Aktionen war die jüngste Gewalttat von Polizisten gegen einen 29-jährigen Familienvater, der durch Schüsse schwer verletzt worden war.

Zunächst legten Spieler beider Teams Trikots mit der Nummer 42 und ein "Black Lives Matter"-Shirt auf dem Spielfeld nieder, um an Jack Robinson zu erinnern. Der ehemalige Baseball-Spieler schrieb 1947 Sportgeschichte, da er als erster schwarzer Spieler seit 1884 in der MLB auflaufen durfte. Robinson gilt als Symbolfigur für die Integration schwarzer Sportler in den amerikanischen Profisport.

Die Profis, die ebenfalls Trikots mit der Nummer 42 trugen, versammelten sich zur angesetzten Startzeit auf ihren Positionen, um eine Gedenkminute abzuhalten. Anschließend verließen sie geschlossen das Feld. Schon am Tag zuvor hatten sich die New York Mets und die Miami Marlins für eine ähnliche Aktion entschieden. Die MLB hatte den Mannschaften die Entscheidung selbst überlassen, ob sie auflaufen möchten. Die weiteren Partien fanden statt.

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