Wahlhelfer

Impfung in Salzwedel nach Verfügbarkeit

Wahlhelfer sollen auch in Salzwedel, nach Möglichkeit vor ihrer Tätig in den Lokalen geimpft sein. Ob das klappt steht in den Sternen.

01.04.2021, 00:00

Von Alexander Rekow

Salzwedel l Die Wahlen auf Landes- und Bundesebene am 6. Juni und 26. September werfen ihre Schatten voraus. Gerade vor dem Hintergrund, dass Deutschland wie der Rest der Welt noch immer in der Corona-Pandemie steckt.

Demnach stellt sich die Frage, wie eine Wahl stattfinden soll, wenn die Bevölkerung noch immer nicht zu einer Impfung gegen das Coronavirus gekommen ist. Der Wähler selbst kann das Problem mittels Briefwahl umgehen. Anders sieht es da schon bei den Wahlhelfern aus, die in den jeweiligen Wahllokalen Kontakt zu vielen Menschen ausgesetzt sind.

„Der Schutz von Wahlhelfern ist von großer Wichtigkeit“, verkündete Bundeswahlleiter Georg Thiel am 12. März. Deshalb rücken die Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich bei der Wahl engagieren, in die Impfpriorität 3 auf.

Kein Anspruch auf Piks

Doch allein das Aufrücken und damit der Anspruch auf eine Impfung scheint keine Gewährleistung für einen Piks. Das weiß man auch im städtischen Rathaus von Salzwedel. „Inwieweit die Impfungen von Wahlhelfern bereits zur Landtagswahl am 6. Juni 2021 beziehungsweise sukzessive bis zur Bundestagswahl am 26. September 2021 realisiert werden können, ist letztlich jedoch insbesondere abhängig von der Verfügbarkeit des Impfstoffes und des Fortgangs der Impfungen in den Gruppen der Priorität 1 und 2.“ Wer also auf eine Impfung über Umwege als Wahlhelfer spekuliert hat, könnte am Ende wohl enttäuscht werden.

Einen Anreiz, sich zu engagieren, hat die Hansestadt trotzdem geschaffen. Denn das sogenannte Erfrischungsgeld, also eine Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer, wurde am 17. Februar in der Stadtratssitzung angehoben. Der Wahlvorstand bekommt nun 50 Euro, alle übrigen Helfer 40.

Damit stemmt sich Salzwedel gegen weniger werdende Ehrenamtliche, die sich an Wahltagen engagieren. Und dies ist kein Salzwedel-Phänomen, sondern vielerorts zu beobachten.

250 Wahlhelfer für 31 Lokale benötigt

Und dass Salzwedel sich um Wahlhelfer bemühen muss, zeigt die schiere Anzahl an Frauen und Männer, die an einem Wahlsonntag gebraucht werden. Denn, wie Stadtsprecher Andreas Köhler beziffert, die Hansestadt braucht insgesamt 250 Wahlhelfer: „Diese werden in 31 Wahllokalen den Ablauf der Wahl gewährleisten.“

Die genauen Wahllokalstandorte und Informationen zur Briefwahl will die Stadtverwaltung noch bekanntgeben. Die Daten sind dann auch auf der Stadthomepage zu finden.