Integrationskurz

Sprachlich gewappnet

Bei der Staßfurter Urania haben 22 Asylbewerber eines Deutsch-Integrationskurses jetzt ihre Zeugnisse erhalten.

Von Daniel Wrüske 25.10.2016, 18:05

Staßfurt l Die Sprache sei der Schlüssel zum Erfolg. Das sagt Staßfurts Oberbürgermeister Sven Wagner im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe. „Sie ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“ Sprache und Integration gehörten deshalb unbedingt zusammen, so der Stadtchef. Sven Wagner gratuliert de Teilnehmern des Deutsch-Integrationskurses zu ihren bestandenen Prüfungen un zu ihren ausgezeichneten Ergebnissen. Er bedankt sich aber auch bei der Staßfurter Urania mit Margit Kietz und Andrea Maindok an der Spitze sowie Anneliese Deubeler als Lehrerin, dass die Begleitung durch den Bildungsträger, der Unterricht, die persönliche Betreuung zu diesen Ergebnissen geführt haben. „Es zeigt, dass die Deutschkurse hier in den richten Händen sind.“

22 Teilnehmer haben am Kurs teilgenommen. Sie kommen aus Syrien, aber auch aus Serbien, Pakistan, der Türkei und Russland. In 660 Stunden haben sie nicht nur sprachliche Feinheiten gelernt, sondern im Kern das erfahren, was das Leben in Deutschland ausmacht. Am 23. September legten die Teilnehmer ihre Prüfung ab. Bei anderen Dozenten. Sie setzte zwei verschiedene Schwerpunkte. Zunächst wurde in der Kategorie „Leben in Deutschland“ Allgemeinwissen abgefragt. Aus 310 Fragen kamen 33 in der Prüfung dran. Im zweiten Teil ging es um das Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben. Die Prüflinge mussten Texte von der CD hören, sie in Teilen schriftlich wiedergeben, sie paraphrasieren, beschreiben und selbst im Gespräch erweitern. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge macht die Vorgaben.

16 der 22 Lernenden haben den bestmöglichen Abschluss erreicht. „B1 ist die Voraussetzung, dass die Asylbewerber weitere Sprachkurse mit höherwertigen Abschlüssen besuchen oder sogar eine Arbeit aufnehmen können“, berichtet Anneliese Deubeler. Der andere Teil freut sich über den Abschluss A2. Hier wird es weitere 300 Stunden geben, damit B1 noch erreicht wird. Bei den Kursen arbeitet die Urania mit dem Jobcenter des Salzlandkreises, mit der Kreisvolkshochschule und in der Fortführung mit anderen Bildungsträgern zusammen. „73 Prozent der Teilnehmer haben einen sehr guten Abschluss. Experten bestätigen uns, dass die Quote sehr gut ist. Das macht uns als Urania stolz“, sagt Andrea Maindok. Gemeinsam mit Lehrerin Anneliese Deubeler bestätigt die Urania-Geschäftsführerin, dass die Lerngruppe sehr fleißig und diszipliniert gewesen sei. Oberbürgermeister Sven Wagner wünscht sich, dass sich alle diese Motivation bewahren, weiter für sich zum Nutzen machen und sich damit auch in die Gesellschaft einbringen. „Ich hoffe, dass Sie in Staßfurt und der Region bleiben, sich hier niederlassen und viele Aufgaben finden, damit sie ein erfülltes Leben führen können. Der Grundstein, richtig Fuß zu fassen, ist heute gelegt.“