Magdeburg l Der 1. FC Magdeburg hat sich Sonntagabend von Trainer Stefan Krämer getrennt. Die Entscheidung fiel nach dem 2:2 am Sonnabend in Braunschweig, bei dem der Club zwar in der zweiten Hälfte nach zwei Platzverweisen Moral bewiesen, aber in der ersten Halbzeit eine indiskutable Leistung geboten hatte.

"In der Analyse der großen Leistungsschwankungen unserer Mannschaft in der Vorrunde sehen wir unsere Entwicklungsziele gefährdet", sagte FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik.

Mitte Mai wurde Krämer als neuer Coach in Magdeburg vorgestellt, im Juni nahm er seine Arbeit auf. Die Erwartungen an ihn waren hoch, schließlich sollte der 52-Jährigen nach einem personellen Umbruch im Sommer eine neue Mannschaft aufbauen, der mittelfristig die Rückkehr in die 2. Liga gelingt. „Für Stefan spricht, dass er in Bielefeld und in Cottbus einen personellen Neuaufbau gemeistert hat, wie er jetzt auch bei uns ansteht“, sagte FCM-Sportchef Maik Franz im Mai.

Doch Krämer schaffte es beim Club nicht, der Mannschaft eine klare Handschrift zu verpassen. Seine Bilanz liest sich zudem nicht sonderlich gut: Der FCM holte in 20 Spielen 27 Punkte, hat bereits zwölf Zähler Rückstand auf Tabellenführer Duisburg. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz, den Chemnitz belegt, beträgt hingegen nur sieben Zähler.

Gerade in den vergangenen Wochen bot der FCM gegen Ingolstadt (0:2) und vor allem in Münster (0:2) schwache Leistungen. All das verfestigte bei den Verantwortlichen den Eindruck, dass der 1. FC Magdeburg im neuen Jahr einen Neuanfang braucht

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Die Entlassung von FCM-Coach Krämer sei die richtige Entscheidung, findet unser Sport-Redakteur im Kommentar.