Der 1. FC Magdeburg hatte es bei der Neubesetzung der Trainerstelle eilig. Keine 24 Stunden nach der Freistellung von Stefan Krämer wurde mit Claus-Dieter Wollitz dessen Nachfolger präsentiert.

Der 54-Jährige ist kein Unbekannter, traf mit Energie Cottbus vor knapp einem Jahr in einem Freundschaftsspiel auf den Club. Ein entscheidendes Argument für Geschäftsführer Mario Kallnik war wohl, dass Wollitz nicht vor unpopulären Maßnahmen zurückschreckt. Der Coach steht für pure Emotionen, hat eine klare Meinung, die er äußert – dies auch gerne öffentlich.

Und genau deshalb ist diese Personalie auch ein Risiko. In Cottbus und in Osnabrück gab es Momente, in denen Wollitz verbal über die Stränge schlug, sich dabei im Ton vergriff. Diesen Vulkan gilt es jetzt für Mario Kallnik und Sportchef Maik Franz in den Griff zu bekommen.

Klar ist auch: Mit der Verpflichtung von Wollitz steigt jetzt auch der Druck auf Kallnik und Franz. Nach den Entlassungen von Jens Härtel, Michael Oenning und zuletzt Stefan Krämer brauchen die beiden Erfolge mit dem neuen Trainer.