Magdeburg l „Die Jungs haben den Matchplan in den ersten 35 Minuten perfekt umgesetzt, waren sehr aggressiv und haben sich viele Torchancen herausgespielt“, lobte FCM-Trainer Jens Härtel nach dem Sieg im Ostderby. „Leider haben wir zunächst nur einen Treffer erzielt und hatten vor der Pause eine Phase, in der wir zu passiv waren. Das hat mir gar nicht gefallen. Für Nico freut es mich besonders, dass er in der zweiten Hälfte das Freistoßtor gemacht hat.“

Rother und Erdmann wieder dabei

Der Coach wechselte im Vergleich zum 1:0 beim VfR Aalen auf zwei Positionen. Björn Rother und Dennis Erdmann kehrten nach ihrer Gelbsperre in die Startelf zurück, dafür mussten Andreas Ludwig und Kapitän Marius Sowislo auf die Bank. Der Coach vertraute wie zuletzt einem 3-4-3-System. Bei den Gästen kehrte mit Jan Löhmannsröben ein alter Bekannter in die MDCC-Arena zurück. Der defensive Mittelfeldspieler trug bis zum Sommer das FCM-Trikot.

Die erste Riesenchance hatte der FCM in der neunten Minute, als Abwehrchef Richard Weil auf Christian Beck passte, der alleine auf Jenas Torhüter Raphael Koczor zulief, dann aber vergab. Die Gastgeber hatten deutlich mehr Ballbesitz und suchten schnell den Weg in Richtung des gegnerischen Tores. Tobias Schwede und Beck hätten dann nach einer Flanke von Nils Butzen fast die Führung besorgt. Becks Schuss wurde von Koczor mit dem Fuß abgewehrt, Schwede vergab den Abstauber (15.). Die erste Gästechance hatte Julian Günther-Schmidt, dessen Abschluss aber von FCM-Torhüter Jan Glinker pariert wurde (25.).

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Großen Jubel gab es dann in der 36. Minute: Nach einem Ballverlust von Löhmannsröben passte Erdmann nach vorne. Dennis Slamar wollte den Ball klären, wurde aber von Philip Türpitz bedrängt, der Koczor umspielte und aus spitzem Winkel zum 1:0 traf. „Ich bin sehr froh, dass ich der Mannschaft mit meinem Treffer helfen konnte“, sagte Türpitz.

Viele, harte Zweikämpfe

Die Partie wurde in der Folge emotionaler, beide Mannschaften gingen hart in die Zweikämpfe. Jena hatte durch Rene Eckardt die Chance zum Ausgleich, Glinker präsentierte sich aber in guter Form (38.). Kurz vor der Halbzeit sicherten der Torhüter und Christopher Handke auf der Linie die Führung, als Jena nach einer Ecke durch Marius Grösch eine sehr gute Gelegenheit hatte (45.+1).

Nach der Pause ließ Magdeburg die Gäste mehr spielen und lauerte auf Konter. Die Partie wurde unterdessen immer ruppiger. Jena hatte zwar häufiger den Ball, konnte sich in der Offensive allerdings nicht entscheidend durchsetzen. Durch eine Standardsituation machte Magdeburg alles klar. Hammann legte sich in der 85. Minute den Ball zurecht und verwandelte sehenswert zum 2:0.

Aufregung gab es, als Koczor den Ball kurz vor dem Strafraum annahm und danach Beck umschubste (87.). Schiedsrichter Frank Willenborg, der die Partie nicht im Griff hatte und keine Gelbe Karte zeigte, ließ aber weiterspielen.

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