Stuttgart (dpa/tmn) - Auf der Automesse in Shanghai stand er im April noch als Studie, nun nähert sich der Mercedes GLB seiner Serienreife: Am Rande von Testfahrten mit den Prototypen hat der Hersteller die Markteinführung für den späten Herbst dieses Jahres angekündigt.

Dann wird es auch bei Mercedes erstmals einen Siebensitzer in der Kompaktklasse geben, der auf dem Markt gegen Fahrzeuge wie den Grand Tourer des BMW 2ers oder den VW Touran antreten soll. Während die anderen Anbieter bei ihren Familienmodellen allerdings auf ein Van-Konzept setzen, hat sich Mercedes für einen Geländewagen entschieden, das GLE-Design übernommen und nur das Format geändert.

So streckt sich der Wagen auf 4,63 Meter, der Radstand misst 2,83 Meter. Das schafft innen zum ersten Mal in einem Mercedes dieser Modellfamilie den Platz für drei Sitzreihen, von denen die mittlere um 14 Zentimeter verschoben und die letzte im Wagenboden versenkt werden kann. So lässt sich der Kofferraum nach Angaben von Baureihenleiter Jochen Eck auf bis zu rund 1800 Liter erweitern. Er fasst dann problemlos auch eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank.

Während Form und Format neu sind, ist die Technik aus A-Klasse & Co. bekannt. Das gilt für das digitale Cockpit mit dem Bediensystem MBUX genauso wie für den Allradantrieb und die Motoren, teilte Mercedes mit. Vorläufiges Spitzenmodell wird der GLB 250 mit einem 2,0-Liter-Benziner mit 165 kW/224 PS und 350 Nm. Daneben wird es einen GLB 220d mit einem 140 kW/190 PS starken Diesel sowie schwächere Motoren für beide Kraftstofffraktionen geben. Und von 2021 an soll es den GLB auch als Elektroauto geben, bestätigte Mercedes.