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Ministerium äußert sich Todesfall in der JVA Burg: Toter soll in Fall mit totem Baby verstrickt sein

Nach einem Todesfall in der Justizvollzugsanstalt (JVA) bei Burg am 15. Januar, wurde bekannt, dass der verstorbene Mann Tatverdächtiger in einem Fall aus Ilberstedt sein soll. Hier kam ein 5 Monate altes Baby ums Leben.

Von Marco Papritz Aktualisiert: 20.01.2026, 15:20
Ein Gefangener ist am Morgen vom 15. Januar 2026 leblos in einer Einzelzelle der JVA Burg aufgefunden worden.
Ein Gefangener ist am Morgen vom 15. Januar 2026 leblos in einer Einzelzelle der JVA Burg aufgefunden worden. Symbolfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Burg - Aus der Justizvollzugsanstalt in Burg-Madel ist ein Todesfall vermeldet worden. Am Morgen vom 15. Januar 2026 ist ein Häftling leblos in seiner Zelle aufgefunden worden. Jetzt wurde bestätigt, dass er der Tatverdächtige bei einem Todesfall eines 5 Monate alten Babys war. 

Die MZ hatte Ende November über ein Drama im Salzlandkreis berichtet, bei dem ein 5 Monate altes Baby nach langen Rettungsversuchen verstarb. Nach bekanntwerden des Suizides eines Häftlings in der JVA Burg, bestätigte die Magdeburger Staatsanwaltschaft der MZ, dass es sich bei dem Mann um den 55-jährigen Opa des Säuglings aus Ilberstedt handelt.

Gefangener befand sich im Gefängnis in Burg in Untersuchungshaft

Es werde gegenwärtig von einem Suizid des Mannes ausgegangen, heißt es seitens des Justizministeriums. Die Ermittlungen zu den Umständen des Todes laufen aber.

Das Amtsgericht in Bernburg hatte einen Haftbefehl gegen den Gefangenen ausgestellt, er befand sich in Untersuchungshaft. Dem Mann wurde nach MZ-Angaben vorgeworfen, im November vergangenen Jahres sein fünf Monate altes Enkelkind getötet zu haben. Rettungskräfte hatten nach dem Notruf noch mehr als eine Stunde versucht, den Säugling zu reanimieren – vergeblich.

Der Großvater war nach ersten Ermittlungen als Tatverdächtiger festgenommen worden. Zu einem Prozess war es aber bisher noch nicht gekommen. Laut Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten gegenüber der MZ ist mit dem Tod des Tatverdächtigen das Verfahren beendet. Die Nachricht von seinem Tod hat auch inzwischen in Ilberstedt die Runde gemacht.

Hinweis der Redaktion: Hier gibt es professionelle Hilfe

Wir verfolgen die Richtlinie, nicht über Suizide zu berichten. In Ausnahmefällen wie diesem erfahren sie durch ihre Umstände aber besondere Aufmerksamkeit. Grund für diese Richtlinie ist die Gefahr der Nachahmung.

Sollten Sie sich betroffen fühlen, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge.

Diese erreichen Sie auch unter den kostenlosen Telefonnummern 0800/1110111 und 0800/1110222. Dort erhalten Sie anonym, offen, gratis und ideologiefrei Hilfe.