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Gefährliche Fundsache: 71-Jähriger lässt Rucksack mit Waffe am Magdeburger Bahnhof stehen

Am Sonntag, den 19. September 2021, wurde die Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg gegen 19:45 Uhr durch einen Mitarbeiter des Servicepointes der Deutschen Bahn über eine Schreckschusswaffe informiert.

20.09.2021
Sämtliche Gegenstände aus dem Rucksack wurden von der Bundespolizei sichergestellt.
Sämtliche Gegenstände aus dem Rucksack wurden von der Bundespolizei sichergestellt. Symbolbild: dpa

Magdeburg (vs) - Am Sonntag, den 19. September 2021, wurde die Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg gegen 19:45 Uhr durch einen Mitarbeiter des Servicepointes der Deutschen Bahn über eine Schreckschusswaffe informiert. Diese befand sich in einem Rucksack, der zuvor bei dem Mitarbeiter der Bahn als Fundsache abgegeben wurde.

Das Gepäckstück wurde auf Bahnsteig 9 gefunden und durch einen Reisenden abgegeben. Bei der Durchsicht nach Hinweisen zu dem
Eigentümer kam die Waffe, welche über kein notwendiges Prüfzeichen verfügte, zwei passende Magazine sowie zwei Knall- und vier Reizstoffkartuschen zum Vorschein. Sämtliche Gegenstände wurden sichergestellt.

Der Eigentümer, ein 71-jähriger Deutscher, konnte ermittelt werden. Er holte seinen Rucksack gegen 21:25 Uhr auf der Dienststelle der Bundespolizei ab. Die Schreckschusswaffe samt Zubehör verblieb in der Asservatenkammer. Der Mann gab an, die Pistole bereits seit den Sechzigerjahren zu besitzen. Ihn erwartet eine Anzeige wegen eines
Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Zudem möchte die Bundespolizei erneut darauf hinweisen, bei festgestellten herrenlosen Gepäckstücken lieber auf Nummer sicher
zu gehen, die Bundespolizei zu informieren und das Reisegepäck vor Ort zu belassen und nicht anzufassen.