Berlin (dpa) - Mit Schwerpunkten wie Sex oder Kolonialismus blickt das Internationale Literaturfestival Berlin auf seine 19. Version. Vom 11. bis 21. September haben die Organisatoren um den Festivaldirektor Ulrich Schreiber 230 Autorinnen und Autoren aus 60 Ländern eingeladen.

Die 200 Veranstaltungen sind auf mehr als zwei Dutzend Orte in ganz Berlin verteilt.

Zur Eröffnung wird sich die Schriftstellerin Petina Gappah aus Simbabwe mit dem Verhältnis zwischen Europa und Afrika befassen. Gappah ist damit Teil der bereits im vergangenen Jahr begonnenen Serie "Decolonizing Worlds", die sich mit dem Kolonialismus und seinen bis heute wirkenden Machtstrukturen befasst. Auch aktuelle Fragen zur Restitution von Kunst sollen bei den Veranstaltungen beleuchtet werden.

Im Special "About: Sex" treffen Autorinnen und Autoren zusammen, die sich in ihren Werken mit Sexualität beschäftigen. Dabei sollen kulturhistorische Aspekte oder die unter #MeToo bekannte Debatte um Übergriffe und Belästigung thematisiert werden. Eingeladen sind nach den Worten der Programmleiterin Simone Schröder auch Autorinnen, die "mit neuem Selbstbewusstsein ihr Begehren thematisieren" wie die als Lady Bitch Ray arbeitende Schriftstellerin und Rapperin Reyhan Sahin.

Noch vor Beginn des Literaturfestivals steht das weltweite Erstarken rechtspopulistischer Politik im Zentrum der Deutsch-Israelischen Literaturtage am 4. und 8. September in Berlin. Dabei widmen sich nach Angaben der Veranstalter von Goethe-Institut und Heinrich-Böll-Stiftung acht Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Israel und Österreich unter dem Motto "Lauter, immer lauter?" dem Thema Populismus und Polarisierung. Zum Auftakt diskutieren der israelische Schriftsteller Sami Berdugo und der österreichische Autor Franzobel über die Spaltung ihrer Gesellschaften.

Literaturfestival

Literaturtage über Böll-Stiftung

Literaturtage über Goethe-Institut