München (dpa) - Das Herz Europas schlägt für Simon Winder zwischen Amsterdam und Zürich, in einem länglichen Streifen Land, der Teile der Benelux-Länder und Ostfrankreichs, das Saarland, die Pfalz und Baden umfasst.

Der britische Publizist nennt dieses "Herzland" ein "verschlafenes Ende der Welt", in dem immer wieder folgenreiche Geschichte geschrieben wurde. Zum Beispiel in Maastricht, wo 1992 der berühmte EU-Vertrag unterschrieben wurde, oder in dem winzigen Ort Stavelot, Schauplatz von Hitlers blutiger Ardennenoffensive.

Winder beginnt im Mittelalter mit dem legendären Königreich Lotharingien der Karolinger, das sich von der Nordsee bis in die Schweiz erstreckte, und streift dann genüsslich durch die Jahrhunderte und Orte. Einerseits schreibt der überzeugte Europäer und Cheflektor bei Penguin Books überaus kenntnisreich und lässt uns an seinem enormen Bildungsfundus teilhaben. Andererseits ist er doch Brite genug, um seine Geschichten mit hintergründigem Humor und Anekdoten zu würzen, so dass es niemals fade wird.

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Herzland