Bauern freuen sich über gute Rapsernte

Von dpa
Eine Rapspflanze steht auf einem Feld.
Eine Rapspflanze steht auf einem Feld. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Teterow - Mecklenburg-Vorpommerns Landwirte kommen bei der Ernte in diesem Jahr gut voran. Wie der Präsident des Landesbauernverbandes Detlef Kurreck am Mittwoch sagte, ist der Raps - die zweitwichtigste Frucht - inzwischen zu 75 Prozent abgeerntet. „Mit im Schnitt 34 Dezitonnen pro Hektar ist der Ertrag gut“, sagte Kurreck am Rande eines Agrarbetriebsbesuchs in Groß Wüstenfelde bei Teterow (Landkreis Rostock) der Deutschen Presse-Agentur. Der Winterweizen, die wichtigste Pflanze der Bauern, sei zu 40 Prozent gedroschen. Hier liege der Durchschnittsertrag bei 73 Dezitonnen pro Hektar. Es gebe aber große Unterschiede zwischen den ertragreicheren Böden im Norden und Westen und den sandigeren und trockeneren Standorten im Süden und in Vorpommern.

„Die Qualität beim Weizen ist aber eher ein bisschen enttäuschend“, sagte Kurreck. Auch hier habe sich die große Hitzewelle im Juni negativ bei den Körnern ausgewirkt, ähnlich wie bei der Gerste. Der Roggen sei zu 15 Prozent eingefahren, die Erbsen bereits zu einem Drittel. „Wir sind in diesem Jahr schon sehr weit vorangekommen bei der Ernte“, resümierte der Bauernpräsident. Außerdem profitieren die Bauern von hohen Weltmarktpreisen vor allem bei Getreide.

Für die nächsten Anbaufrüchte wie Zuckerrüben, Mais und Kartoffeln könne man optimistisch in den Herbst blicken, erklärte Kurreck, der in der Nähe von Rostock und der Ostsee einen Agrarbetrieb leitet. Der Winterweizen wächst 2021 auf 300.000 Hektar im Nordosten. Danach kommen Raps (174.000 Hektar), Gerste (134.000 Hektar) und Roggen mit 68.000 Hektar Anbaufläche. Mit 158.000 Hektar nimmt auch der Mais, der erst im Herbst gehäckselt wird, eine große Fläche ein. Die Agrar- und Ernährungswirtschaft gilt als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Nordosten.