Farbaktion an Siegessäule: Ermittlungen halten an

Von dpa
Farbaktion an der Siegessäule vom 26.06.2018
Farbaktion an der Siegessäule vom 26.06.2018 Greenpeace Germany/dpa/Archivbild

Berlin - Mehr als drei Jahre nach einer umstrittenen Farbaktion von Greenpeace an der Berliner Siegessäule ermittelt die Staatsanwaltschaft noch immer. In der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Sven Rissmann teilte die Justizverwaltung mit, die Ermittlungen gegen einige der 22 Beschuldigten dauerten an. Gegen 15 von ihnen seien bislang Strafbefehle beantragt worden. Einsprüche dagegen seien nicht bekannt. In zwei Fällen seien die Ermittlungen eingestellt worden.

Greenpeace-Aktivisten hatten am 26. Juni 2018 rund 3500 Liter gelbe Farbe auf dem mehrspurigen Kreisverkehr um die Siegessäule verteilt. Damit sollte ein Sonnensymbol für die geforderte Energiewende entstehen, das die Organisation mit Luftbildern ins Netz stellte. Wegen der rutschigen Straße gab es laut Polizei zwei Unfälle mit großem Sachschaden, Motorradfahrer und eine Radfahrerin seien gestürzt. Mehrere betroffene Verkehrsteilnehmer erstatteten Anzeige. Danach waren auch 29 Büros und Wohnungen in mehreren Bundesländern durchsucht worden.